Ruhrgebiet greift nach den Sternen

  • 19. September 2016

Mehrere Arbeitsgruppen schließen sich zum Ruhr Astroparticle and Plasma Physics Center zusammen.

Die kosmische Strahlung ist das Bindeglied zwischen den Forschungs­bereichen von Arbeitsgruppen, die sich im Ruhr Astroparticle and Plasma Physics Center, kurz RAPP-Center, zusammen­geschlossen haben. Rund hundert Forscher feiern in der Universitäts­allianz Ruhr (UA Ruhr) die Eröffnung der Einrichtung am 21. September ab 19 Uhr im Planetarium Bochum. Am 22. und 23. September findet eine eröffnende Tagung an der Ruhr-Universität statt. Die Medien sind zu beidem herzlich eingeladen.

Im RAPP-Center werden Forscher vom Studenten bis zum Professor an der Schnittstelle von Astro-, Plasma und Teilchen­physik arbeiten. Sie stellen Fragen wie: Was ist eigentlich dunkle Materie? Woher kommt die kosmische Strahlung? Wieso gibt es mehr Materie als Antimaterie? Welche Wechsel­wirkungen von Elementar­teilchen sind relevant und wie können sie studiert werden? Was ist die Rolle von Magnetfeldern im Universum? Wie funktioniert die Planeten­entstehung?

Seit über hundert Jahren weiß man, dass der Himmel nicht nur nachts im Licht der Sterne und tags im Licht der Sonne leuchtet, sondern dass dauernd ein Strom geladener Teilchen auf die Erde prasselt – die kosmische Strahlung. In den 1930er und 1940er Jahren wurden verschiedene Elementar­teilchen wie das Myon in der kosmischen Strahlung entdeckt.

Danach nutzte man Teilchen­beschleuniger, um die Wechsel­wirkung zwischen den Teilchen gezielter zu erforschen und die grund­legende Struktur der Materie kennenzulernen. Irdische Beschleuniger können aber nicht die hohen Energien erreichen, zu denen nur der Kosmos fähig ist. Daher spielt die kosmische Strahlung für die Forschung in der Teilchen­physik weiterhin eine große Rolle. Auch hilft sie, astro­physikalische Prozesse besser zu verstehen.

Gründungsmitglieder sind die Arbeitsgruppen der Professoren Ralf-Jürgen Dettmar, Reinhard Schlickeiser und Julia Tjus (alle Ruhr-Universität Bochum), Wolfgang Rhode und Bernhard Spaan (beide Technische Universität Dortmund) sowie Gerhard Wurm (Universität Duisburg-Essen). Die Gruppe soll weiter wachsen.

Seit 2007 arbeiten die drei Ruhrgebiets­universitäten unter dem Dach der UA Ruhr strategisch eng zusammen. Durch Bündelung der Kräfte werden die Leistungen der Partner­universitäten systematisch ausgebaut. Unter dem Motto „gemeinsam besser" gibt es inzwischen über hundert Kooperationen in Forschung, Lehre und Verwaltung. Mit mehr als 115.000 Studierenden und nahezu 1.300 Professoren gehört die UA Ruhr zu den größten und leistungs­stärksten Wissenschafts­standorten Deutschlands.

UA Ruhr / DE

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