Rauscharme Verstärker

  • 08. September 2016

Institute bündeln Kompetenz zur Entwicklung international konkurrenz­fähige Schaltungs­konzepte.

In seinem vierten Joint Lab bündelt das Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchst­frequenz­technik in Berlin seine Kompe­tenzen bei rausch­armen Verstärkern und bei der Transistor­model­lierung mit der BTU Cottbus-Senften­berg. Wolfgang Heinrich, stell­ver­tretender Direktor des FBH, und Jörg Stein­bach, Präsident der BTU Cottbus-Senften­berg, über­gaben heute im Rahmen einer Feier­stunde die Koope­rations­verein­barung für das Joint Lab „BTU-CS - FBH Micro­wave“. „Mit vereinten Kräften und Ressourcen werden wir inter­national konkurrenz­fähige Schaltungs­konzepte entwickeln“, erklärte Heinrich.

Verstärker

Abb.: Monolithisch integrierter, robuster und rausch­armer Ver­stärker in einem Test­auf­bau. (Bild: P. Immerz, FBH)

Ein wesentlicher Fokus der gemeinsamen Forschungsarbeiten liegt auf robusten rausch­armen Verstärkern, die eine wichtige Kompo­nente in Funk­empfängern sind. Sie verstärken die empfan­genen Signale, um sie weiter zu ver­ar­beiten – ohne durch ihr eigenes Rauschen zu stören. So sollen Schaltungs­konzepte ver­bessert werden, um die Verstärker empfind­licher und gleich­zeitig robuster gegen­über Stör­signalen zu machen. Die Arbeiten sind eng vernetzt: An der BTU Cottbus-Senften­berg entstehen die Schaltungs­konzepte, die Chips werden am FBH gefertigt, aufge­baut und ver­messen.

Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Modellierung von Transis­toren, mit der das elek­trische und thermische Verhalten der am FBH ent­wickelten neuen Transis­toren präzise be­schrieben wird. Das liefert die Grund­lagen für den Schaltungs­ent­wurf am Computer. Die Ulrich-L.-Rhode-Stiftung hat den Auf­bau eines Hoch­frequenz-Mess­labors an der BTU Cottbus-Senften­berg unter­stützt, das Bestand­teil des Joint Labs wird und die Ressourcen am FBH optimal ergänzt.

Mit dem bewährten Kooperationsmodell der Joint Labs vernetzt das FBH grund­lagen- und anwen­dungs­orien­tierte Forschung und ermög­licht dem akade­mischen Nach­wuchs anwen­dungs­nahe Bachelor, Master- und Promo­tions­arbeiten. Weitere Joint Labs unter­hält das FBH gemeinsam mit der TU Berlin, der Humboldt-Uni­ver­sität zu Berlin sowie mit der Goethe-Uni­ver­sität Frank­furt.

FVB / RK

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  • 14. September 2017

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