Meilenstein der ökologischen Schifffahrt

  • 09. March 2016

Erste batteriebetriebene Autofähre für Finn­land im Bau.

Die finnische Schifffahrtsgesellschaft Fin Ferries hat bei der polnischen Werft Crist eine batteriebetriebene Autofähre in Auftrag gegeben. Die umwelt­freund­liche Fähre soll die Verkehrs­möglich­keiten zwischen Nauvo und Parainen im Schären­gebiet Turku verbessern. Sie wird etwa 90 Meter lang und 16 Meter breit sein und maximal neunzig Autos trans­portieren können. Der Einsatz der Elektro­fähre auf der 1,6 Kilo­meter langen Strecke wird im Sommer 2017 beginnen.

Elektrofaehre

Abb.: Dieser Entwurf zeigt die Fähre auf einem Teil der 1,6 Kilometer langen Route von Parainen nach Nauvo. (Bild: Siemens)

Ausgerüstet wird die Fähre mit dem elek­trischen Antriebs­system Blue Drive Plus C von Siemens, das ein Energie­speicher­system, dreh­zahl­veränder­bare Antriebs­technik für die Propeller und ein inte­griertes Warn- und Beob­achtungs­system umfasst. Damit profi­tiert Fin Ferries von niedrigeren Betriebs­kosten, Ein­sparungen bei Wartungs- und Reparatur­kosten ebenso wie einer ver­besserten Steuerung und Sicher­heit durch die beiden Energie­management- und Strahl­ruder­steuerungs­anlagen. Die komplette elektro­technische Lösung umfasst auch die Fern­über­wachung Eco Main. Siemens liefert außerdem eine WLAN-Lösung für die Lade­stationen an Land, die für eine auto­matische Schnell­ladung sorgt und sich vom Energie­management­system der Fähre aus steuern lässt.

Das Energiespeichersystem der Fähre wird jeweils am Abfahrts- und Ankunfts­hafen geladen, wo ein Land­anschluss an das örtliche Netz besteht. Wegen der rauen Winter­bedingungen in Finn­land besteht die Möglich­keit, dass die Fähre einen Diesel­motor als zusätz­lichen Antrieb für die Bord­batterien einsetzt, wenn sie auf ihrer Fahrt durch Eis fahren muss.

Ausgehend von positiven Erfahrungen mit der ersten batterie­betriebenen Auto­fähre der Welt, der „MF Ampere“, hat Siemens für Finn­lands emissions­freie Fähre eine geeignete technische Lösung maß­ge­schneidert (s.u.). Die „Ampere“ wurde im Mai 2015 in Norwegen in Dienst gestellt und verbraucht nur 150 kWh pro Strecke. Mit der Umstellung von Diesel­antrieb auf Batterie konnte der Schiffs­eigner Norled die Treib­stoff­kosten um sechzig Prozent senken.

Siemens / RK

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Simu­la­tion im Hoch­frequenz­bereich mit dem RF Module

  • 29. September 2016

Entwickler von Hoch­frequenz- und Mikro­wellen­bau­elemen­ten setzen ver­stärkt auf Simu­la­tion. Durch schnelles und genaues Simu­lie­ren der Aus­brei­tung elek­tro­magne­ti­scher Wellen und des Reso­nanz­ver­hal­tens werden Inge­nieu­re in die Lage ver­setzt, Ver­tei­lungen von elek­tro­mag­neti­schen Fel­dern, Über­tra­gung, Refle­xion, Q-Fak­toren, S-Para­meter und Verlust­leis­tung zu be­rech­nen.

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