Laser- und Medizin-Technologie GmbH erhält Innovationspreis

  • 30. November 2015

LMTB für Sensor zur zerstörungsfreien Bestimmung des Hämoglobin-Gehalts in Blutkonserven geehrt.

Die Laser- und Medizin-Technologie GmbH (LMTB) ist mit einem der drei diesjährigen Innovationspreise Berlin-Brandenburg bedacht worden. Die LMTB erhielt den Preis für den von ihr entwickelten Sensor zur zerstörungsfreien Bestimmung des Hämoglobin-Gehalts in Blutkonserven. Der Preis wurde am Freitagabend im Potsdamer Hans-Otto-Theater verliehen. Die LMTB setzte sich mit zwei weiteren Unternehmen gegen mehr als 100 Mitbewerber durch. Die Jury bescheinigte dem Beitrag der LMTB „Innovationshöhe, Marktchance sowie volks- und betriebswirtschaftlichen Nutzen“.

Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die LMTB war in den achtziger Jahren als Ausgründung der Freien Universität Berlin und der Technischen Universität Berlin gestartet. Angesiedelt ist sie auf dem künftigen Gründer- und Technologiezentrum in der Nähe des Campus‘ der Freien Universität Berlin. Der rote Blutfarbstoff Hämoglobin dient dem Sauerstofftransport im Körper und stellt die Wirk-Dosis bei einer Bluttransfusion dar. Er wird derzeit nur durch Vorschriften in grobe Messbereiche eingegrenzt, nicht aber exakt gemessen, da es zurzeit keine zerstörungsfreie Methode der Messung an der fertigen Blutkonserve gibt.

Die mangelnde Kenntnis der genauen Dosis, ein Umstand, der bei der Gabe anderer Medikamente undenkbar ist, setzt in der klinischen Praxis den Patienten unnötigen Infektionsrisiken aus und schränkt momentan die Möglichkeiten der gezielten Therapie ein. Auf diesen dringenden Bedarf zielt der Blutbeutelsensor ab, der durch eine optische Messung am Beutel der fertigen, steril verschlossenen Blutkonserve den Hämoglobin-Gehalt ermittelt. Mit diesem Sensor eröffneten sich neue Dimensionen und gäben dem Mediziner die Option, eine maßgeschneiderte Transfusion mit mehr Qualität zu verabreichen und gleichzeitig womöglich unnötige Konserven einzusparen, betonte die Jury.

Die LMTB betreibt mit 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Technologietransfer in der Biomedizinischen Optik (Biophotonik) und der Angewandte Lasertechnik. Entstanden ist die heutige LMTB im Jahr 1995 durch die Fusion zweier Einrichtungen, die die Anwendung von Lasern wesentlich vorangetrieben haben: das 1985 gegründete Laser-Medizin-Zentrum (LMZ), das erste derartige Institut in Deutschland, und das 1987 in Berlin gegründete Festkörper-Laser-Institut (FLI), von dem im Bereich der technischen Laserentwicklung über viele Jahre hinweg Impulse ausgingen.

Preisträger des Innovationspreises Berlin Brandenburg 2015 waren neben der LMTB die Experimental Game GmbH ZaaK und die Technologies GmbH.

FU Berlin / PH

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