Humboldt-Professur für Wolfgang Wernsdorfer

  • 06. November 2015

Renommierter Experte für molekulare Nanomagnete und ihre Anwendungen kommt ans KIT.

Das Karlsruher Institut für Technologie holt einen inter­national heraus­ragenden Experimental­physiker nach Deutsch­land: Wolfgang Wernsdorfer wurde für eine Humboldt-Professur ausgewählt. Mit der Humboldt-Professur zeichnet die Alexander-von-Humboldt-Stiftung weltweit führende und bisher im Ausland tätige Wissen­schaftler aus. Mit einem Preisgeld von bis zu fünf Millionen Euro ist dies Deutschlands höchst­dotierter Forschungs­preis mit inter­nationaler Ausrichtung. Wernsdorfer, ein renommierter Experte für Nanomagnete, wird die Forschung am Physika­lischen Institut des KIT wegweisend weiter­entwickeln. Die Humboldt-Professur wird im Mai 2016 in Berlin verliehen.

Wernsdorfer

Abb.: Wolfgang Wernsdorfer erforscht die Grundlagen von molekularen Quantencomputern (Bild: E. Lichtenscheidt)

Derzeit ist Wernsdorfer am Centre National de la Recherche Scientifique CNRS in Grenoble tätig. Sein Spezial­gebiet ist die molekulare Quanten-Spintronik, ein Gebiet der experimen­tellen Festkörper­physik an der Schnittstelle zur Chemie und zu den Material­wissenschaften. Er gehört zu den international führenden Experten für molekulare Nano­magnete und ihren Einsatz in Quanten-Rechner-Systemen. Eines seiner neuen Ziele ist es, extrem kleine und schnelle molekulare Quanten­prozessoren in die hoch­entwickelte Chip-Technologie der Mikro­elektronik zu integrieren.

Bereits als Doktorand am Tief­temperatur­labor in Grenoble hat er mit dem nano-SQUID ein bahn­brechendes Mess­instrument für extrem kleine Magnet­felder entwickelt, mit dessen Hilfe er die magnetischen Eigen­schaften von einzelnen Nano­strukturen und Molekülen unter­suchen konnte. Wernsdorfer fand heraus, wie sich molekulare Magnete unter den Gesetzen der Quanten­mechanik verhalten. Durch diese Erkenntnis war er in der Lage, elektro­nische Schalt­kreise mit einzelnen Molekülen zu bauen, in denen der elektrische Strom durch die Magneti­sierung des Moleküls gesteuert werden kann.

KIT / RK

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  • 30. November 2017

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