Physik im Advent

  • 02. November 2015

Noch 24 Experimente bis Weihnachten.

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft und die Uni Göttingen bieten in enger Kooperation mit der Österreichischen und der Schweizerischen Physikalischen Gesellschaft auch in diesem Jahr wieder unterhaltsame Physik-Experimente zum Nachmachen. Wegen des hohen Interesses aus dem Ausland gibt es „Physik im Advent“ nun auch auf Englisch und Französisch. Außerdem wird PiA im Rahmen der DPG-Initiative „Physik für Flüchtlinge“ erstmals auch in Erstaufnahme-Einrichtungen angeboten. Die DPG möchte Flüchtlings­kindern damit Zerstreuung und Ablenkung anbieten, bei der sie gleichzeitig etwas lernen können.

Konzipiert ist PiA für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangs­stufen fünf bis zehn. Nach den Erfahrungen der Vorjahre haben aber Eltern, Lehrkräfte, Studierende oder einfach nur an physikalischen Phänomenen Interessierte ebenfalls große Freude daran. Erwachsene in Unternehmen, Abteilungen und Freundes­kreisen sind in diesem Jahr deswegen ebenso angesprochen, als Team mitzumachen und zu knobeln. Alle können sich vom 1. bis zum 24. Dezember täglich auf Youtube ein einfaches Experiment ansehen, das sich leicht mit haushalts­üblichen Materialien nachmachen lässt. Danach soll man versuchen, die Phänomene zu erklären, wobei vier Antwort­möglichkeiten vorgegeben werden. Am nächsten Tag gibt es die Lösung – wieder per Youtube-Filmchen. Auf Wunsch werden die Ergebnisse ausgewertet: individuell, für einen Klassen­verband oder gar für ganze Schulen. Die besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Klassen oder Schulen erhalten Preise.

In den vergangenen Jahren war PiA stets ein voller Erfolg: 2014 nahmen etwa 20.000 Mitspielerinnen und Mitspieler aus über 80 Ländern teil. Die meisten waren Schülerinnen und Schüler aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Die PiA-Youtube und -Webseiten wurden fast 800.000 Mal angeklickt und hatten über 600 Facebook-Freunde, wovon rund die Hälfte weiblich war. Das Projekt wird von zahlreichen Menschen aus Wissenschaft, Fernsehen oder Politik unterstützt, darunter von den Fernseh­moderatoren Eric Mayer und Shary Reeves, der Schauspielerin Natalie O'Hara, den Nobelpreis­trägern Stefan Hell und Theodor Hänsch sowie von Dirk Nowitzkis persönlichem Basketball­trainer Holger Geschwindner.

Im vergangenen Jahr wurde Physik im Advent mit dem Preis des Stiftungsrates der Georg-August-Universität Göttingen für Öffentlichkeitsarbeit ausgezeichnet. Derzeit ist PiA Projekt des Monats bei „Komm – mach MINT", dem nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen. Zudem ist PiA für den Innovationspreis der Region Göttingen nominiert. Physik im Advent wird von der Wilhelm-und-Else-Heraeus-Stiftung unterstützt und findet in Kooperation mit dem erfolgreichen Projekt „Mathe im Advent” der Deutschen Mathematiker Vereinigung statt.

DPG / RK

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  • 30. November 2017

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