Ausgezeichnete schnelle Forschung

  • 31. July 2015

Röntgen-Preis geht an Atto-Forscher Eleftherios Goulielmakis.

Eleftherios Goulielmakis, Forschungsgruppenleiter der Gruppe „Attoelectronics“ am Max-Planck-Institut für Quantenoptik, erhält den diesjährigen Röntgen-Preis an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Goulielmakis wird für seine „herausragenden Beiträge auf dem Gebiet der Atto­sekunden­physik und – technologie mit weichem Röntgenstrahlen“ ausgezeichnet. Der Röntgen-Preis der Justus-Liebig-Universität wird im Andenken an Wilhelm Conrad Röntgen seit 1975 an Nachwuchs­wissenschaftler verliehen, die sich durch hervorragende wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der strahlen-physikalischen oder strahlen-biologischen Grundlagen­forschung auszeichnen.

Abb.: Eleftherios Goulielmakis (Bild: T. Naeser)

Abb.: Eleftherios Goulielmakis (Bild: T. Naeser)

Eleftherios Goulielmakis wurde 1975 in Heraklion (Griechenland) geboren, er studierte Physik an der Universität Kreta (Griechenland) und erlangte dort 2000 den Bachelor bzw. 2002 den Master Abschluss. Im Jahr 2005 promovierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München. Am Max Planck Institut für Quantenoptik in Garching leitet er seit 2010 die Forschungsgruppe „Attoelectronics“.

Im letzten Jahrzehnt haben Goulielmakis und seine Mitarbeiter Pionierarbeit im Bereich extrem kurzer, weicher Röntgenpulse, die weniger als 100 Attosekunden dauern, geleistet. Diese Techniken ermöglichen es zum Beispiel, Bilder von ultraschnellen Teilchen anzufertigen. Erst vor kurzem hat Goulielmakis mit seiner Gruppe eine neue Technik entwickelt, die es ermöglicht, aus Festkörpern ultraviolette Strahlung zu gewinnen. Die Technik bietet Perspektiven, die Photonik im Bereich weicher Röntgen­strahlung zu erweitern. Gleichzeitig verbessert sie unser Verständnis, wie wir Licht in Zukunft nutzen um licht-basierte elektronische Schaltungen zu realisieren, die bis zu 100.000 mal schneller arbeiten als moderne Computer.

Goulielmakis wurde 2012 mit dem Gustav-Hertz-Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG ), 2010 mit dem IUPAP Award im Bereich Optik und einem ERC Starting Grant, sowie 2007 mit dem Foteinos Preis der Athener Akademie ausgezeichnet. Der Röntgen-Preis wird am 27. November in Gießen überreicht. Aus diesem Anlass wird Goulielmakis im Rahmen einer „Röntgen-Vorlesung“ an der Universität Gießen über sein Forschungsgebiet sprechen. Bereits am 23. September hält er in München im Deutschen Museum im Rahmen von „Wissenschaft für Jedermann“ einen Vortrag über seine Forschung.

MAP / DE

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