Neuer Hochleistungsrechencluster in den Top-500

  • 21. July 2015

bwForCluster MLS&WISO der Unis Heidelberg und Mann­heim auf der Besten­liste im High Perfor­mance Computing.

Mit einem neuen Hochleistungsrechen­cluster haben sich die Universitäten Heidel­berg und Mannheim für die Top-500-Liste der schnellsten Super­computer der Welt quali­fiziert. Der bwForCluster MLS&WISO, der in den molekularen Lebens­wissen­schaften (MLS) sowie den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WISO) eingesetzt wird, steht mit seinem Produk­tions­teil auf Platz 297 und dem Ent­wick­lungs­teil auf Platz 331 einer aktuellen Rangliste, die kürzlich auf der Inter­national Super­computing Conference 2015 in Frank­furt vorgestellt wurde. Das System kommt danaben aber auch zur Methoden­entwicklung im Bereich des Wissen­schaft­lichen Rechnens zum Einsatz.

bwForCluster MLS&WISO am Rechenzentrum der Universität Mannheim (Bild: F. Schmitt / bwHPC Wiki)

Abb.: Knoten des bwForCluster MLS&WISO am Rechen­zentrum der Universität Mannheim (Bild: F. Schmitt / bwHPC Wiki; cc-by-nc-sa 3.0)

Der bwForCluster MLS&WISO hat eine Leistung von mehreren Tausend Prozes­sor­kernen. Der Produk­tions­teil, mit dem dauerhafte Rechenkapazität bereitgestellt wird, ist auf die Rechenzentren der Unis Mann­heim und Heidel­berg verteilt. Seine Rechen­leistung liegt bei 241,1 Teraflop pro Sekunde. Der Entwicklungsteil bietet dagegen eine flexible, innovative Infra­struktur für die Entwicklung neuer Methoden und Algorithmen; er wird gemeinsam mit dem Inter­diszi­plinären Zentrum für Wissen­schaft­liches Rechnen der Ruperto Carola betrieben und erreicht eine Rechen­leistung von 222,7 Teraflops. Beide Komponenten wurden von Unternehmen aus Deutschland und der Schweiz realisiert. Der bwForCluster MLS&WISO ist Teil der „High Performance Computing“-Strategie des Landes Baden-Württemberg, mit der an vier Univer­sitäts­stand­orten Hoch­leis­tungs­rechen­cluster für strategisch wichtige Forschungs­schwer­punkte beschafft werden.

Die TOP-500-Liste der schnellsten Supercomputer beruht auf dem LINPACK-Bench­mark, mit dem die Rechen­leistung beim Lösen linearer Gleichungs­systeme gemessen wird. Bereits kurz nach Lieferung und Aufbau der Hardware-Kompo­nenten konnten sich sowohl der Produk­tionsteil als auch der Entwick­lungs­teil des Hoch­leis­tungs­rechen­clusters der Unis Heidelberg und Mannheim für diese Rangliste quali­fizieren. Beide Teile des Systems werden in den nächsten Wochen für den Betrieb vorbereitet und optimiert. Mit der Freigabe der neuen Ressourcen für die Nutzer ist spätestens zum kommenden Winter­semester zu rechnen.

RKU / U. Mhm. / OD

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