Physik für Schülerinnen

  • 23. February 2015

Viertägiger Workshop der Uni Jena soll Mädchen für Naturwissenschaften begeistern.

Nur etwa ein Fünftel der Studierenden der Physik sind weiblich. Um Mädchen für Naturwissenschaften zu begeistern, bietet die Physikalisch-Astronomische Fakultät der Universität Jena zum zwölften Mal ihren Workshop „Physik für Schülerinnen“ an. In diesem Jahr findet der viertägige Kurs vom 30. März bis zum 2. April statt. Anmeldeschluss endet am 28. Februar.

„Mädchen sind in den naturwissenschaftlichen Fächern noch immer deutlich in der Minderheit“, sagt die Physikerin Angela Unkroth von der Uni Jena. „Physik für Schülerinnen“ soll deshalb Neugier und Interesse am Fach wecken. Eingeladen sind Mädchen der Klassen 10 bis 13. Das Team um Workshop-Organisatorin Elke Wendler bietet Labor- und Institutsführungen, spannende Experimente und Workshops sowie Vorträge an.

Zur Auswahl stehen überdies sechs Projekte, die sich im „Internationalen Jahr des Lichts“ der UNESCO- überwiegend mit dem Thema Licht beschäftigen. So bauen die jungen Physikerinnen gemeinsam einen Spektrographen, um die Geheimnisse des Sonnenlichts zu entschlüsseln. Im Projekt „Teilchenbeschleuniger – der Blick ins Innere der Materie“ wird erklärt, wie ein Teilchenbeschleuniger aufgebaut ist und arbeitet. Außerdem erfahren die Schülerinnen, wie sich feststellen lässt, ob Teilchen teilbar sind und ob es auch unteilbare Bausteine der Materie gibt.

„In anderen Projekten geht es um die Frage, wie die Sonnenenergie in die Steckdose kommt oder wie Elektronen besonders scharfe Bilder unter dem Mikroskop liefern“, sagt Unkroth. In einem neuen Projekt wird untersucht, warum sich Licht in einer Faser einfangen lässt. Zum Rahmenprogramm des Workshops gehören der Besuch der JenaOptronik GmbH, des Optischen Museums sowie eine Vorlesung von Paul Seidel über „Die Physik des Eierkochens“. Außerdem werden die Mädchen ermutigt, selbst einen Vortrag zu halten, dessen Thema sie frei wählen können. „Wenn der Wunsch besteht, ein Referat zu halten, vermitteln wir im Vorfeld einen Betreuer“, sagt Wendler. Außerdem stehe für die einzelnen Projekte ein Mitarbeiterteam aus Studierenden, Doktoranden und Dozenten bereit.

FSU / RK

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