Ausgezeichnete Gravitationswellenforschung

  • 21. January 2015

Maria Alessandra Papa zum „Fellow of the American Physical Society“ ernannt.

Maria Alessandra Papa, Leiterin einer Forschungsgruppe in der Abteilung „Astrophysikalische und Kosmologische Relativitätstheorie“ am Albert-Einstein-Institut wurde zum „Fellow of the American Physical Society“ (APS) gewählt. Diese Auszeichnung wird nur einem halben Prozent der 50.000 APS-Mitglieder verliehen. Sie ist eine Anerkennung der herausragenden Beiträge der Preisträgerin zur Physik.

Abb.: Maria Alessandra Papa (Bild: Papa)

Abb.: Maria Alessandra Papa (Bild: Papa)

Die APS verlieh Papa die Auszeichnung für ihre „zahlreichen entscheidenden Beiträge zur Gravitationswellen-Astronomie, unter anderem für die Entwicklung neuer Datenanalyse-Methoden für Gravitationswellen von Pulsaren und für die Koordination des weltweiten Datenaustausches und der Datenanalyse“.

Papa forscht an Strategien zur Entdeckung von lang andauernden Gravitationswellen-Signalen. Die genauen Parameter dieser schwachen Signale sind im Vorhinein nicht unbekannt. Daher müssen große Datenmengen mit einer gewaltigen Anzahl unterschiedlicher digitaler Filter analysiert werden. Dies erfordert neben effizienten Suchmethoden eine sehr große Rechenleistung. Papa hat neue Suchtechniken entwickelt und arbeitete an der Entwicklung von Einstein@Home mit, einem verteilten freiwilligen Rechenprojekt, das die Hilfe von Bürgerwissenschaftlern aus aller Welt zur Gravitationswellen-Datenanalyse nutzt.

Papa leitet die Untersuchung von Gravitationswellen-Daten mit dieser Rechenplattform. Zwischen Mitte 2006 und Ende 2013 war Papa auf Seiten der LIGO Scientific Collaboration (LSC) die Vorsitzende des LSC-Virgo Data Analysis Council. Diese Arbeitsgruppe ist verantwortlich dafür, die wissenschaftlichen Prioritäten der LSC und der Virgo Collaboration zu definieren und die gesamte Datenanalyse innerhalb der Kollaborationen zu koordinieren.

Die Gravitationswellen-Detektoren der LSC werden noch innerhalb dieses Jahres ihren wissenschaftlichen Messbetrieb mit nie zuvor dagewesener Empfindlichkeit aufnehmen. Der erste direkte Nachweis von Gravitationswellen wird innerhalb der folgenden Jahre erwartet, wenn die Messdaten eingehend untersucht und analysiert werden – unter anderem mit den von Papa für Einstein@Home entwickelten Methoden.

AEI / DE

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