Gemeinsam lasern

  • 18. December 2014

Neues EU-Projekt LASHARE will Industrie und Forschung näher zusammenbringen.

LASHARE ist ein von der EU kofinanziertes Projekt mit dem Ziel einer gemeinsamen Nutzung von Expertise im Bereich der Lasertechnolgie. Mehr als sechsunddreißig Partner aus der Industrie, klein- und mittelständische Unternehmen und sechs der bekanntesten Forschungs- und Technologieentwicklungs-Institutionen haben sich unter der Leitung des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT, Aachen, zur Entwicklung und Anwendung einer Methodik zusammengeschlossen. Diese heißt Laser-based Equipment Assessment, kurz LEA. Nun startet das Konsortium eine Ausschreibung für zusätzliche Projektpartner.

Abb.: Strahlteiler für die Beobachtung des Schneidprozesses mit CO2-Laser (Bild: Fraunhofer ILT)

Abb.: Strahlteiler für die Beobachtung des Schneidprozesses mit CO2-Laser (Bild: Fraunhofer ILT)

In den LEAs führen ein Endanwender aus der Industrie, ein Lieferant mit zumeist KMU-Status und ein Forschungspartner gemeinsam ein Assessment des laserbasierten Ausrüstungsgegenstandes durch. Ein solches LEA überspannt den gesamten Entwicklungszyklus von der Definition und Anwendung fertigungsrelevanter Ziele über die Implementation technologischer Verbesserungsmaßnahmen bis zur finalen Validierung in einer fertigungsnahen Umgebung. Am Ende eines solchen LEA steht ein robuster Prototyp des laserbasierten Ausrüstungsgegenstandes, der die Anforderungen des Marktes voll erfüllt.

Seit September 2013 hat LASHARE insgesamt 14 Laser Based Equipment Assessments (LEAs) initiiert. Als Ergebnis der ersten Phase des Assessments, in der Anwender, Lieferant und Forschungspartner sich auf Ziele und konkrete Maßnahmen geeignet haben, sind bereits einige Lösungsansätze aus dieser Implementierungsphase festzuhalten. Beispielsweise haben einige LEAs ihre Ausrüstungsgegenstände für erste Validierungstests beim Anwender ausgetauscht. Neu entwickelte Laserquellen wurden versendet, neue Weiterverarbeitungsköpfe getestet und Arbeitsproben zur Analyse ausgetauscht.

Innerhalb des Projektes sind alle Laser-basierten Equipment Assessments (LEAs) zur Identifikation gemeinsamer Themen über sogenannte Cross Sectional Activities verbunden. So wurde durch diese Quervernetzung das Thema der Automatisierung bereits als wesentlicher Faktor im Bereich der Entwicklung und des Vertriebs laserbasierter Ausrüstungsgegenstände identifiziert. Einige Partner sehen gar die Verknüpfung zu externen Automatisierungslösungen aufgrund der Diversität der industriellen Umgebungen als Bürde. In einigen Fällen übersteigen gar die Kosten für die Integration beim Kunden den Preis für den Ausrüstungsgegenstand. Aktivitäten wie die Entwicklung modularer Schnittstellen und die Einigung auf Standards für Steuerungssignale werden einen Beitrag zur Steigerung der ökonomischen Effizienz leisten – sowohl auf Seiten des Lieferanten wie beim Endanwender.

Die Ergebnisse aus der ersten Phase des Projektes wie die Erfolge bei den LEAs und die Identifikation von Themen mit übergreifender Bedeutung für die diversen Marktsegmente haben zur Formulierung der Inhalte einer neuen Ausschreibung geführt. LASHARE wird den sogenannten Competitive Call am ersten Februar öffnen und damit neuen Gruppen aus Lieferanten und Endanwendern die Möglichkeit einer Teilnahme am Projekt bieten, mit relevanten europäischen Themen im Bereich laserbasierter Ausrüstungsgegenstände für die Fertigung.

LASHARE zielt mit dieser Ausschreibung auf die Beteiligung weiterer zehn bis zwölf Laser-based Equipment Assessments (LEAs), die sich mit ihren Arbeiten auf Sensoren und wissensbasierte Informations- und Kommunikationstechnologiesysteme im Bereich komplexer Fertigungsaufgaben fokussieren. Die Ausrüstungsgegenstände in solch einem LEA sollen auf das autonome Rüsten von Maschinen- und Laserparametern für eine schnelle und flexible Fertigung zielen und auf Prozess und Qualitätssteuerung für robuste Prozess und eine vollständig dokumentierte Fertigung. Im Rahmen dieser Ausschreibung stehen mehr als 1,7 Millionen Euro an Fördergeldern basierend auf den Regeln des siebten Rahmenprogramms der EU für neue Partner zur Verfügung. Der Start der neuen LEAs wird für den ersten September 2015 erwartet.

Fh.-ILT / DE

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