Flüssigsalz als Wärmeträgermedium

  • 11. September 2014

Solarthermische Demonstrationsanlage mit neuartiger Technologie geht in Betrieb.

In Südspanien ist eine solarthermische Demonstrationsanlage mit neuartiger Flüssigsalz-Technologie in Betrieb gegangen. Das als „Direct Molten Salt“ (DMS) bezeichnete Verfahren nutzt bereits im solaren Kollektor anorganisches Flüssigsalz als Wärmeträgermedium. Der DMS-Demonstrationskollektor wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und gemeinsam von Novatec Solar und BASF betrieben.

Solarkraftwerk

Abb.: Das solarthermische Fresnelkraftwerk in Spanien. (Bild: Novatec)

In den meisten bestehenden solarthermischen Kraftwerken finden Thermoöle als Wärmeträgermedium Verwendung, die in ihrer Anwendungstemperatur jedoch begrenzt sind. BASF und Novatec Solar setzen in der Versuchsanlage Flüssigsalz als Wärmeträger- und Wärmespeichermedium in einem Fresnel-Kollektor ein. Bei der Fresnel-Kollektor-Technologie handelt es sich um eine Alternative zur Parabolrinnen- oder Solarturmtechnologie, die flache Glasspiegel verwendet. Ein Fresnel-Kollektor besteht aus nahezu flachen Spiegeln, die in Reihen auf eine Stahlkonstruktion montiert sind. Diese Spiegelreihen konzentrieren die direkte Sonnenstrahlung auf einen Receiver, durch den Flüssigsalz gepumpt wird. Das Flüssigsalz erhitzt sich dabei auf Temperaturen von über 500 Grad Celsius.

Neben der direkten Umwandlung der Wärmeenergie in elektrischen Strom lässt sich die solar gewonnene Wärme in Zeiten geringen Strombedarfs auch in großen Flüssigsalztanks speichern. Mit Hilfe dieser Speicher können Schwankungen bei Stromproduktion, beispielsweise bei Bewölkung, ausgeglichen werden. Solarthermische Kraftwerke mit Speicher können nach Bedarf Strom liefern und helfen dadurch, die Netzstabilität zu gewährleisten.

Die Betreiber wollen in den kommenden Monaten unterschiedliche Betriebszustände der Komponenten experimentell nachstellen und ihre Auswirkungen auf die langfristige Betriebsfähigkeit erforschen. Die Ergebnisse fließen dann in die Entwicklung der nächsten Generation solarthermischer Kraftwerke ein.

BASF / RK

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