München lädt zum Forschen ein

  • 16. June 2014

Technische Universität eröffnet Gastforschungszentrum Munich Institute for Astro- and Particle Physics.

Obwohl sie das Universum wesentlich beeinflussen, sind Dunkle Materie und Dunkle Energie noch weitgehend unverstandene Phänomene. Mit dem Munich Institute for Astro- and Particle Physics (MIAPP) eröffnet der Exzellenzcluster Universe der Technischen Universität München (TUM) ein in Deutschland einzigartiges Gastforschungszentrum, das sich solchen und ähnlichen aktuellen Fragestellungen der Kern- und Teilchenphysik, der Astrophysik und der Kosmologie widmen wird.

MIAPP-Direktor Rolf-Peter Kudritzki (LMU / University of Hawaii), Adam G. Riess (Space Telescope Institute Baltimore; Nobelpreis Physik 2011), MIAPP-Direktor Martin Beneke (TUM)

Abb.: MIAPP-Direktor Rolf-Peter Kudritzki (LMU / University of Hawaii), Adam G. Riess (Space Telescope Institute Baltimore; Nobelpreis Physik 2011), MIAPP-Direktor Martin Beneke (TUM)

Das Munich Institute for Astro- and Particle Physics (MIAPP) organisiert vierwöchige Forschungstreffen zu aktuellen Themen der Kern- und Teilchenphysik, der Astrophysik und der Kosmologie. Im Rahmen dieser „Programme“ genannten Treffen werden bis zu sechzig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eingeladen, am Gastforschungszentrum zu arbeiten, sich auszutauschen, kreative Ideen und Projekte zu entwickeln und neue Kollaborationen einzugehen.

Namhafte Wissenschaftler aus aller Welt treffen dabei auf Forscher der Physik-Fakultäten der beiden Münchner Universitäten, der Max-Planck-Institute für Physik, Astrophysik, extraterrestrische Physik und Plasmaphysik, des Leibniz Rechenzentrums (LRZ) und der Europäischen Südsternwarte (ESO). Untergebracht ist das MIAPP auf dem Gelände des Forschungscampus Garching bei München.

Der ersten Einladung des MIAPP folgten in diesen Tagen 53 internationale Wissenschaftler. Mit dabei sind die Nobelpreisträger für Physik des Jahres 2011 Adam G. Riess und Brian P. Schmidt.

Im Programm „Extragalaktische Entfernungsskala“ wollen sie zusammen eine Strategie entwickeln, wie sich die Ungenauigkeit der Hubble-Konstante in den nächsten zehn Jahren von zehn auf ein Prozent Fehler reduzieren lässt. Sie ist ein Maß für das Alter des Universums und die Expansionsgeschwindigkeit des Weltalls. Die Physiker sind an einem möglichst präzisen Wert der Hubble-Konstante interessiert, um Erkenntnisse über die physikalische Natur der Dunklen Energie gewinnen zu können.

In diesem Jahr werden darüber hinaus noch drei weitere vierwöchige Programme zu Themen der modernen Grundlagenforschung im Bereich der Kern- und Teilchenphysik, Astrophysik und Kosmologie stattfinden. Insgesamt haben sich dafür bereits rund 250 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler angemeldet. Knapp die Hälfte der Teilnehmer sind Universitätsprofessoren oder Wissenschaftler an Forschungsinstituten. Für 2015 sind sechs Programme geplant, deren Registrierung derzeit läuft.

„Das Feedback der Wissenschaftler zeigt, dass wir mit dem Konzept des MIAPP, Freiräume für Forschung und kreative Ideen zu schaffen, offene Türen einrennen“, sagt Martin Beneke, einer der beiden Direktoren des MIAPP. Rolf-Peter Kudritzki, zweiter Direktor des MIAPP, ergänzt: „Wir wünschen uns, dass MIAPP zu einem Ort wird, an dem neuen Initiativen entstehen, um in einer entspannten und offenen Atmosphäre die Rätsel der modernen Teilchenphysik und Astronomie zu lösen.“

TUM / DE

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