Neubau für Spin-Forschung

  • 15. April 2014

Wissenschaftsrat empfiehlt Einrichtung des LASE-Labors, die Investition beträgt 39,4 Millionen Euro.

Wenn wir heute Musik und Videos trotz riesiger Datenmengen aus dem Internet streamen können oder unsere Autos dank ABS sicher bremsen, verdanken wir das der Spin-Forschung. Der Spin ist die Grundlage für Magnetismus, auf dem wiederum die schnelle Speicherung großer Datenmengen oder die Entwicklung moderner Sensoren beruht. Um bekannte Anwendungen des Spins besser zu verstehen und um neue technologische Entwicklungen möglich zu machen, wird an der TU Kaiserslautern ein neues Forschungsgebäude, das Laboratory for Advanced Spin Engineering (LASE), errichtet.

Der Wissenschaftsrat, das wichtigste deutsche Beratungsgremium für Wissenschaftspolitik, hat die Errichtung dieses Forschungsgebäudes in Kaiserslautern mit Nachdruck empfohlen. In dem neuen Forschungsgebäude werden rund 100 Wissenschaftler/innen aus Physik, Chemie und Ingenieurwissenschaften über Grundlagen und technische Anwendungen des Spins forschen können, darunter auch viele Studierende.

Baubeginn für das Gebäude, das mitten auf dem Universitätscampus in Kaiserslautern errichtet werden wird, soll 2015 sein. Das Investitionsvolumen beträgt 39,4 Mio. Euro, die der Bund und das Land Rheinland-Pfalz jeweils zur Hälfte tragen. Der Neubau nimmt auch das Nano Structuring Center (NSC) der TU Kaiserslautern auf, das dieses Jahr sein zehnjähriges Jubiläum feiern wird. Damit führt LASE alle hier verfügbaren Geräte zur Mikro- und Nanofabrikation in einem Gebäude zusammen. Der designierte Leiter der Einrichtung, Martin Aeschlimann, äußerte sich erfreut: „Die sehr gute Beurteilung durch den Wissenschaftsrat ist für uns ein immenser Ansporn, unsere interdisziplinären Forschungsideen zu realisieren."

TU Kaiserslautern / PH

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