ESO: Von einer Baustelle zur nächsten

  • 16. December 2013

Erweiterung des ESO-Hauptsitzes in Garching offiziell eingeweiht – Startschuss von Bauarbeiten für das E-ELT in Chile.

Die Freigabe des Anbaus am 4. Dezember stellt einen wichtigen Tag in der Geschichte der ESO dar, nicht nur weil es nun alle Mitarbeiter in Garching an einem Ort zusammenbringt, sondern auch weil nun ein Technikbau zur Verfügung steht, in dem die  Instrumente zusammengebaut, getestet und aufgerüstet werden können. Die zwei Gebäude – ein Bürogebäude mit 10.300 Quadratmetern und ein Technikbau mit 2900 Quadratmetern – und ihre Umgebung stellen mehr als doppelt so viel Nutzfläche zur Verfügung wie der ursprüngliche Hauptsitz. Dieser platzte aus allen Nähten, die ESO-Belegschaft war über verschiedene Orte auf dem Campus in Garching verteilt.

Feierliche Eröffnung der Erweiterung am 4. Dezember: ESO-Verwaltungsleiter Patrick Geeraert, ESO-Generaldirektor Tim de Zeeuw, die Garchinger Bürgermeisterin Hannelore Gabor, ESO-Council-Präsident Xavier Barcons und Projektmanager Christoph Haupt. (Bild: ESO, S. Lowery)

Abb.: Feierliche Eröffnung der Erweiterung am 4. Dezember: ESO-Verwaltungsleiter Patrick Geeraert, ESO-Generaldirektor Tim de Zeeuw, die Garchinger Bürgermeisterin Hannelore Gabor, ESO-Council-Präsident Xavier Barcons und Projektmanager Christoph Haupt. (Bild: ESO, S. Lowery)

Im Hinblick auf das European Extremely Large Telescope brauchte die ESO desweiteren eine Wiege für die technologischen Innovationen, die dieses anspruchsvolle Projekt benötigt. Der Technikbau – der ebenfalls eines der größten astronomischen Datenarchive der Welt beherbergen wird – ist zentraler Ort für diese Arbeiten.

Die beiden Gebäude und die Brücke stehen im Einklang mit dem ursprünglichen Gebäude. Das Bürogebäude, das eine ähnliche Kurvenform besitzt, nutzt in erster Linie eine natürliche Beleuchtung und hat zwei Innenhöfe. Der Technikbau ist ein Zylinder mit einem Durchmesser, der in etwa dem 39 Meter großen Hauptspiegel des E-ELT entspricht.

Dessen Bau rückt näher: Während einer Zeremonie in den ESO-Büros in Santagio de Chile haben ESO-Generaldirektor Tim de Zeeuw und Repräsentanten der chilenischen Firma ICAFAL Ingeniería y Construcción S.A. einen Vertrag zum Bau einer Straße zum Gipfel des Cerro Armazones, der Einebnung des Berggipfels und weiterer ziviler Arbeiten unterzeichnet. Der gut 3000 Meter hohe Gipfel ist zwanzig Kilometer vom Paranal-Observatorium der ESO entfernt und liegt im Norden Chiles in der Atacamawüste.

Die im Vertrag spezifizierten Arbeiten werden im März 2014 beginnen, es wird eine Bauzeit von 16 Monaten erwartet. Inbegriffen ist der Bau und die Instandhaltung einer befestigten Straße, der Bau der Beobachtungsplattform und der Bau eines Betriebsgrabens zum Gipfel. Diese Arbeiten werden die benötigte Zufahrt zum Gipfel für den zukünftigen Bau des riesigen Teleskops sicherstellen.

Die Neubauten, hier vom Dach des ursprünglichen Gebäudes aus gesehen, sind mit diesem durch eine Brücke verbunden. (Bild: ESO)

Abb.: Die Neubauten, hier vom Dach des ursprünglichen Gebäudes aus gesehen, sind mit diesem durch eine Brücke verbunden. (Bild: ESO)

Der ESO-Council hat bei seinem Treffen in Garching die Ernennung von Roberto Tamai als Projektmanager für das European Extremely Large Telescope (E-ELT) bestätigt. Tamai ersetzt ab Februar Alistair McPherson, der als stellvertretender Generaldirektor für das Square Kilometre Array (SKA) ans Jodrell Bank Observatorium in der Nähe von Manchester wechselt.

ESO / OD

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