Innovatives Quarzglas

  • 29. November 2013

Neue Laserfaser und materialsparendes Verfahren holen Sieg beim Heraeus Innovationspreis 2013.

Ende November verlieh Heraeus in einer festlichen Feierstunde in Hanau zum elften Mal seinen Innovationspreis für die besten Produkt- und Prozessinnovationen. Zu den Siegern gehören Andreas Langner und Dörte Schönfeld vom Geschäftsbereich Quarzglas (Heraeus Quarzglas). Langner gewann in der Kategorie „Beste Produktinnovation“ für die Entwicklung eines neuartigen Quarzglasmaterials für Hochleistungsfaserlaser, die unter anderem in der Automobilindustrie beim Laserschweißen Anwendung finden.

Heraeus Preisträger 2013

Abb.: Die Heraeus Preisträger 2013 (v.l.n.r.): Jan Cuypers, Dörte Schönfeld, Andreas Langner und Mark Challingsworth (Bild: Heraeus)

Mit der Materialinnovation können Multikilowatt-Faserlaser gebaut werden, die aus nur einer einzigen Glasfaser mehr als fünf Kilowatt Laserleistung erzeugen – dies ist aktueller Weltrekord. Bisher waren solche Hochleistungsfaser-Lasersysteme nur durch eine sehr aufwändige, teure und störanfällige Kopplung mehrerer Einzelfasern möglich. „Bei dem Verfahren stellen wir in mehreren Prozessschritten ein hochreines synthetisches Granulat her. Dieses wird dann zu Stäben und später zu Laserfasern weiterverarbeitet“, erläutert Langner.

Dörte Schönfeld gewann bei den besten Prozessinnovationen für ein neues kosten- und materialsparendes Verfahren zur Herstellung von hochwertigem Linsenmaterial aus Quarzglas, das zur Herstellung von Mikrochips dient. „Unsere Innovation ermöglicht es erstmals, endkonturnahe Linsenrohlinge direkt herzustellen und diese hinsichtlich ihrer Eigenschaften zu prüfen“, beschreibt Schönfeld die Prozessoptimierung. Um die entsprechenden Rohlinge zu erzielen, wird Quarzglas in einer linsenartigen Form mit Aufmaß vorgeformt. Nach mehreren Schritten mechanischer Bearbeitung und Heißbehandlung entsteht der endkonturnahe Linsenrohling.

Bei den Produktinnovationen ging der zweite Platz an Mark Challingsworth (Heraeus Precious Metals, USA) für das Dickfilm-Materialsystem Celcion. Damit können Leuchtdioden länger und intensiver leuchten als bisher, da die Wärmeentwicklung auf den LED-Trägermaterialien deutlich gesenkt werden kann. Dritter wurde Jan Cuypers (Heraeus Electro-Nite, Belgien) für die Entwicklung des Sensormesssystems QuiK-Spec für die Stahlindustrie, mit dem schneller als bisher chemische Analysen direkt in flüssigem Stahl durchgeführt werden können. Das System kombiniert einen Sensor mit Probennehmer mit einem Spektrometer-Roboter (QuiK-Lab), der die entnommene Probe umgehend auf ihre Inhaltsstoffe untersucht.

Die Preisträger wurden im Rahmen einer Feierstunde vom Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Heraeus sowie von der Heraeus Geschäftsführung, CEO Jan Rinnert und COO Rolf Najork, ausgezeichnet. An der Ausschreibung des Innovationspreises, der seit 2003 verliehen wird, können weltweit alle Forscher und Entwickler von Heraeus teilnehmen. Über 230 Produktinnovationen wurden bislang eingereicht, insgesamt 38 Produkte und Prozesse prämiert.

Heraeus / DE

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