„Facettenaugen“ als intelligente Kameramodule

  • 26. August 2013

Konsortium erforscht Mikrooptiken für Bildverarbeitung, Sicherheitstechnik, Automotive und Consumer.

Kostengünstig, intelligent, lichtstark und gleichzeitig möglichst klein sollen die Kameras der Zukunft sein. Um diese zu entwickeln, setzt ein Konsortium auf den Einsatz aufeinander abgestimmter Bildsensoren mit hoher Dynamik in Kombination mit speziellen mikrooptischen Systemen. Die Partner Daimler AG, DResearch GmbH, Fraunhofer IOF, FSU Jena, Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik IHP, Sick AG, Microelectronic Packaging GmbH, Sypro Optics GmbH und Viimagic GmbH vereinen Beiträge aus mehreren F&E-Schlüsseltechnologien wie der Mikrosystemtechnik, Mikro- und Optoelektronik sowie der Photonik.

Abb.: Demonstrator einer Multiaperturkamera mit VGA-Auflösung und einer Optikbauhöhe von 1,4 Millimetern. (Bild: IOF)

Abb.: Demonstrator einer Multiaperturkamera mit VGA-Auflösung und einer Optikbauhöhe von 1,4 Millimetern. (Bild: IOF)

Das Facettenauge der Insekten ist dabei das Vorbild für die Optiken. Sie sollen mit Hilfe von Mikro- und Nanostrukturierungstechnologien in einer Reinraumumgebung durch Parallelisierung und Automatisierung mit reduziertem zeitlichen und personellem Aufwand entstehen. Auch am Standort Deutschland scheint so eine Fertigung zu wettbewerbsfähigen Kosten möglich. Auf der Grundlage solcher Mikrooptiken entwickelte Kameras werden durch ihre außergewöhnlichen Leistungsparameter bei gleichzeitig geringen Herstellungskosten zahlreiche neue Anwendungen ermöglichen, besonders in den wachstumsstarken Anwendungsfeldern der optischen Technologien in Deutschland: Industrielle Bildverarbeitung, Sicherheitstechnik und Automotive.

Im Einzelnen will das Konsortium eine High Dynamic Range Kamera für die industrielle Bildverarbeitung, eine Kamera für den Einsatz in Video-Sicherheitssystemen in Fahrzeugen des ÖPNV und eine Automotive Kamera jeweils bis zum Demonstrator entwickeln. Solche Kameras können darüber hinaus auch in Consumer-Produkten, beispielsweise als Mobiltelefon- und Videotelefonie-Kameras Verwendung finden.

Um die Erschließeng dieser vielversprechenden Anwendungen zu ermöglichen, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Initiative „Integrierte Mikrophotonik“ das von dem Verbund getragene Projekt „Selbstadaptierende intelligente Multiaperturkamera-Module“, kurz „SITARA“.

VDI-TZ / PH

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Simu­la­tion im Hoch­frequenz­bereich mit dem RF Module

  • 29. September 2016

Entwickler von Hoch­frequenz- und Mikro­wellen­bau­elemen­ten setzen ver­stärkt auf Simu­la­tion. Durch schnelles und genaues Simu­lie­ren der Aus­brei­tung elek­tro­magne­ti­scher Wellen und des Reso­nanz­ver­hal­tens werden Inge­nieu­re in die Lage ver­setzt, Ver­tei­lungen von elek­tro­mag­neti­schen Fel­dern, Über­tra­gung, Refle­xion, Q-Fak­toren, S-Para­meter und Verlust­leis­tung zu be­rech­nen.

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