Physics World kürt seine Top-10-Forschungsergebnisse 2012

  • 27. December 2012

Arbeit von Physikern der Uni Augsburg und der TU Kaiserslautern auf der Liste der zehn bedeutendsten Durchbrüche des Jahres.

Das Magazin Physics World wählt jedes Jahr eine Liste der weltweit zehn bedeutendsten wissenschaftlichen Durchbrüche in der Physik aus. Ganz oben ist die Entdeckung des mutmaßlichen Higgs-Bosons am CERN (siehe Ein neues Teilchen! physik-journal.de, 4. Juli 2012), aber auch die TU Kaiserslautern ist dieses Jahr an einer Top-10-Entdeckung beteiligt.

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Zeigt dieses Ereignis den Zerfall eines Higgs-Bosons in vier Elektronen? (Quelle: ATLAS)

Antoine Bérut, Artak Arakelyan, Artyom Petrosyan und Sergio Ciliberto der Ecole Normale Supérieure de Lyon, Eric Lutz von der Universität Augsburg und Raoul Dillenschneider von der TU Kaiserslautern wurden ausgezeichnet für die erste Messung und Analyse der minimalen Wärmeentwicklung, die durch das Löschen eines Datenbits erzeugt wird: Maxwells Dämon entzaubert? pro-physik.de, 13. März 2012. Dies ist ein fundamentaler Effekt in der Informationsverarbeitung, der schon 1961 von Rolf Landauer vorhergesagt wurde – heute als Landauer-Prinzip bezeichnet – und nun zum ersten Mal systematisch nachgewiesen werden konnte.

Nach dem LHC-Fund auf Platz 2 der Liste landeten niederländische Physiker. Sie hatten in einem Nanodraht Hinweise auf Majorana-Fermionen gefunden: Majoranas Spuren, pro-physik.de, 13. April 2012. Bronze ging an die BaBar-Kollaboration, deren Mitglieder in Archivdaten des Experiments am SLAC mit 14 Sigma Sicherheit fanden, dass die Uhren von B-Mesonen  rückwärts anders laufen als vorwärts: Zeitasymmetrie erstmals direkt nachgewiesen, pro-physik.de, 23. November 2012.

Abb.: (a) Der griechische Buchstabe Pi wurde mit einem stark streuenden Mattglas-Diffusor abgedeckt. (b) Ein Punkt des Diffusors wurde dann von einem Laserstrahl unter verschiedenen Winkeln beleuchtet. (c) Die Intensität dieser Fluoreszenz wurde in Abhängigkeit vom Beleuchtungswinkel des Laserstrahls gemessen und per Computer aufgezeichnet. (d) Der Computer suchte dann nach Ähnlichkeiten im gemessenen Muster, die dazu benutzt wurden, die wahre Gestalt des Objekts zu berechnen. (Bild: J. Bertolotti et al., Nature)

Abb.: (a) Der griechische Buchstabe π wurde mit einem stark streuenden Mattglas-Diffusor abgedeckt. (b) Ein Punkt des Diffusors wurde dann von einem Laserstrahl unter verschiedenen Winkeln beleuchtet. (c) Die Intensität dieser Fluoreszenz wurde in Abhängigkeit vom Beleuchtungswinkel des Laserstrahls gemessen und per Computer aufgezeichnet. (d) Der Computer suchte dann nach Ähnlichkeiten im gemessenen Muster, die dazu benutzt wurden, die wahre Gestalt des Objekts zu berechnen. (Bild: J. Bertolotti et al., NPG)

Weitere Top-10-Platzierungen gingen an Forscher der Universität Twente mit ihrem Computeralgorithmus, der Freie Sicht durch opake Materialien, optik-photonik.de, 8. November 2012, erlaubt, sowie einem Team um Anton Zeilinger an der Uni Wien, das die Verschränkung von verdrehten Lichtquanten, optik-photonik.de, 2. November 2012, erreichte.

War Ihr Highlight des Jahres in der Physics-World-Liste nicht vertreten? Dann seien Sie gespannt auf die Jahresrückblicke einiger unserer pro-physik.de-Autoren, die wir um den Jahreswechsel herum präsentieren.

TUKL / IOP / OD

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