Heliatek weiht Produktionsanlage für organische Solarfolien ein

  • 20. March 2012

Die Heliatek GmbH hat am 12. März ihre erste Produktionsanlage zur Herstellung von organischen Solarmodulen in Dresden eingeweiht.

Bei der Anlage handelt es sich um die weltweit erste Fertigung, die organische Solarmodule im Rolle-zu-Rolle-Verfahren mittels Vakuumdeposition bei niedrigsten Temperaturen fertigt. Bisher werden organische Module mit Hilfe von diversen Druckverfahren gefertigt. Heliatek ist das einzige Unternehmen weltweit, das sich bei der Solarmodulfertigung auf die Vakuumabscheidung von kleinen Molekülen (Oligomeren) auf flexiblen Folien spezialisiert hat. Die Vorteile liegen in der besseren Prozesskontrolle, der höheren Effizienz und der längeren Lebensdauer.

Abb.: Stanislaw Tillich (links), Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, mit einem gerade verkapselten und danach unterzeichneten flexiblen organischen Solarmodul von Heliatek in der eröffneten Produktionshalle. (Bild: Heliatek GmbH)

Abb.: Stanislaw Tillich (links), Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, mit einem gerade verkapselten und danach unterzeichneten flexiblen organischen Solarmodul von Heliatek in der eröffneten Produktionshalle. (Bild: Heliatek GmbH)


Nach einer Bauzeit von knapp sechs Monaten habe man einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Kommerzialisierung von organischen Solarfolien auf Basis kleiner Moleküle erzielt, sagte Thibaud Le Séguillon, CEO der Heliatek GmbH. Nun folge die Prozessintegration. Im Herbst 2012 werde Heliatek erste Solarfolien für Anwendungen im Energy-2-Go Bereich auf den Markt bringen. Die besonderen Eigenschaften der Technologie es ermöglichten, saubere Energie überall dorthin zu bringen, wo Sie benötigt würde.

An Heliatek sind große Industrie- und Finanzunternehmen beteiligt, unter ihnen BASF Venture Capital, Bosch, Innogy Venture Capital (RWE) und Wellington Partners. Durch diese Investoren wird Heliatek über die gesamte Wertschöpfungskette unterstützt – die reicht von der chemischen Forschung, über Maschinen- und Prozessdesign, bis hin zum Energie- und Finanzmarkt zur Absatz- und Kapitalsicherung.

Abb.: Zwei der Rekordzellen mit 9,8 Prozent Effizienz auf einer aktiven Fläche von jeweils 1,1 Quadratzentimetern (Bild: Heliatek GmbH)

Abb.: Zwei der Rekordzellen mit 9,8 Prozent Effizienz auf einer aktiven Fläche von jeweils 1,1 Quadratzentimetern (Bild: Heliatek GmbH)


Die Heliatek Module bieten durch diverse Abmaße, Farben und Transparenzen einen großen Gestaltungsfreiraum und die leichten, ultra-dünnen Module mit nur 500 Gramm Gewicht pro Quadratmeter ermöglichen die Integration in unterschiedlichste Anwendungen. Die Module sind umweltfreundlich und nachhaltig, da beim Fertigungsprozess keine giftigen Inhaltsstoffe oder Lösungsmittel zum Einsatz kommen. Die Solarzellen werden aus organischem und ausreichend verfügbarem Material gefertigt – nur ein Gramm organisches Material genügt, um einen Quadratmeter Solarfolie herzustellen.

Martin Pfeiffer, CTO und Mitgründer von Heliatek wurde im Dezember 2011 gemeinsam mit seinen Forscherkollegen Karl Leo und Jan Blochwitz-Nimoth mit dem Deutschen Zukunftspreis, dem Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation, für ihre Errungenschaften in der Entwicklung der organischen Elektronik ausgezeichnet.

Ebenfalls im Dezember konnte die Heliatek GmbH mit einer vom Fraunhofer ISE CalLab zertifizierten Zelleffizienz von 9,8 Prozent auf einer 1,1 Quadratzentimeter großen Tandemzelle einen neuerlichen Weltrekord für organische Solarzellen aufstellen. Mit der Rekordzelle hat Heliatek zum dritten Mal in Folge einen die weltweit höchste Effizienz im Bereich der organischen Photovoltaiktechnologie erzielt.

Heliatek / PH

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