USA beteiligen sich an Wendelstein 7-X

  • 07. July 2011

Neue Komponenten für die Fusionsanlage gegen eine Beteiligung am Forschungsprogramm.

Mit über 7,5 Millionen Dollar werden sich die USA am Aufbau der Fusionsanlage Wendelstein 7-X im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Greifswald beteiligen. In dem ab 2011 laufenden dreijährigen Kooperationsprojekt tragen Wissenschaftler der Fusionsinstitute in Princeton, Oak Ridge und Los Alamos mit magnetischen Zusatzspulen, Messgeräten und der Planung von Teilen der Wandverkleidung zur Ausrüstung der deutschen Forschungsanlage bei. Im Gegenzug werden die USA Partner im Forschungsprogramm von Wendelstein 7-X.

  • Das Princeton Plasma Physics Laboratory wird fünf fenstergroße Zusatzspulen herstellen, die an der Außenhülle der Anlage angebracht werden. Sie sollen helfen, die Magnetfelder am Plasmarand präzise einzustellen und sorgen dafür, dass die Außenkontur des Plasmas die gewünschte Form exakt einhält.
  • Die Konstruktion von Abschäl-Elementen für den Plasmarand wird das Oak Ridge National Laboratory übernehmen. Die wassergekühlten Platten müssen große Wärmelasten – bis zu 20 Megawatt pro Quadratmeter – aufnehmen. So werden sie Wandpartien schützen, über die hinweg sich das heiße Plasma in den ersten 30 Sekunden der halbstündigen Plasma-Entladungen in seine Endposition bewegen wird.
  • Vom Los Alamos National Laboratory werden schließlich Messgeräte zur Beobachtung des Plasmas zum Wendelstein-Programm kommen, darunter eine ausgefeilte Infrarot-Diagnostik.

„Wir sehen diese Dreijahresperiode“, so erklärten die beteiligten US-Forschungsinstitute, „als Schritt in eine solide Partnerschaft mit dem Forschungsprogramm von Wendelstein 7-X, die Physiker und Ingenieure vieler US-Einrichtungen in eine Forschung einbinden wird, die wesentliche Bedeutung für das weltweite Fusionsprogramm besitzen wird“.

IPP / KK

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