DFG-Jahresbericht 2010

  • 07. July 2011

Einblicke in die strategischen Aktivitäten und Neuausrichtungen in der Forschungsförderung.

Seit nunmehr 60 Jahren gibt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Forschern die finanziellen und organisatorischen Möglichkeiten für herausragende wissenschaftliche Arbeit. Die Aktivitäten des letzten Jahres sind nun in dem am 7. Juli 2011 auf der Jahrespressekonferenz in Berlin vorgestellten „Jahresbericht 2010“ nachzulesen. Auf rund 300 Seiten präsentiert der Band zahlreiche Highlights aus der Forschungsförderung. Zudem beleuchtet er die strategischen Aktivitäten und Neuausrichtungen: Mehr Freiheit und Flexibilität, Qualität statt Quantität, Erkenntnistransfer und Internationalität waren dabei 2010 die wichtigsten Eckpunkte.

 

  Abb.: Jahresbezogene Bewilligungen für laufende Projekte je Fachgebiet 2007 bis 2010 (in Mio. €) (Bild: DFG) 

Abb.: Jahresbezogene Bewilligungen für laufende Projekte je Fachgebiet 2007 bis 2010 (in Mio. €) (Bild: DFG)

Der Etat der DFG belief sich 2010 auf rund 2,3 Mrd. Euro. Davon kamen 67,1 Prozent vom Bund, 32,7 Prozent von den Ländern und 0,2 Prozent aus Stiftungen und privaten Zuwendungen. Insgesamt befanden sich über 32.000 Projekte in der laufenden Förderung, für die 894 Mio. Euro an Fördermitteln bewilligt wurden. In 256 laufenden Sonderforschungsbereichen wurden mehr als 4600 Projekte durchgeführt (Bewilligungsvolumen: 547 Mio. Euro). Ebenfalls gefördert wurden 237 Graduiertenkollegs (138 Mio. Euro), 113 Schwerpunktprogramme mit etwa 3400 Projekten (193 Mio. Euro) und 252 Forschergruppen mit fast 2500 Projekten (150 Mio. Euro). Nach Wissenschaftsbereichen verteilte sich die Bewilligungssumme zu 39 Prozent auf die Lebenswissenschaften, zu 24 Prozent auf die Naturwissenschaften, zu 22 Prozent auf die Ingenieurwissenschaften und zu 15 Prozent auf die Geistes- und Sozialwissenschaften.

Ein wichtiger Baustein für das deutsche Wissenschaftssystem war auch 2010 die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder, in deren Rahmen bereits 39 Graduiertenschulen, 37 Exzellenzcluster und neun Zukunftskonzepte mit insgesamt 1,9 Mrd. Euro gefördert werden. Neben dem Bemühen, die Qualität der Forschung und ihrer Förderung auch jenseits der Exzellenzinitiative zu steigern, war die Strategie der DFG auch von der Internationalisierung des Förderhandelns geprägt. So verweist inzwischen jeder dritte Projektantrag auf geplante Kooperationen mit Partnern im Ausland. Auch die Begutachtungen erfolgen zunehmend durch Experten aus dem Ausland, 2010 zu rund 16 Prozent. Um bei Anträgen für die Förderung von Forschungsprojekte den Fokus nicht auf numerische Indikatoren, sondern auf die Inhalte von Publikationen zu richten, fasste die DFG Anfang 2010 ihre Regeln für Publikationslisten in Förderanträgen neu. Die Zahl der Veröffentlichungen, die aufgeführt werden dürfen, ist seitdem stark beschränkt – in der Regel auf die bis zu fünf wichtigsten Publikationen. Ein weiteres Ziel ist es, den Erkenntnistransfer aus geförderten Projekten auszubauen. Dazu startete die DFG 2010 eine entsprechende Informationskampagne.

DFG / MH


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