Berlin ist Fußballmeister

  • 08. April 2004

Hauptstadt ist beste RoboCup-Stadt Deutschlands

Bei den German Open 2004 vom 1. bis 4. April in Paderborn, dem jährlich ausgetragenen Roboterfußball-Wettbewerb unter internationaler Beteiligung, verbuchten die Teams der Humboldt und der Freien Universität Berlin deutliche Erfolge: Das AIBO Team Humboldt wurde Deutscher Robocup Meister in der Sony-Liga 2004, die FU-Fighters wurden in der Liga der kleinen Roboter Deutscher Meister. Beide Universitäten arbeiten in einem "RoboCup" genannten Schwerpunktprogramm der DFG beispielsweise im Bereich Bildverarbeitung eng zusammen. Durch diese Erfolge konnte Berlin in diesem Jahr seine Stellung als Hochburg des Roboterfußballs in Deutschland behaupten. Die neuen Titel summieren sich zu den vielen Erfolgen, die die Berliner Teams seit 1997 verbuchen.

In den German Open stürzte das AIBO Team Humboldt, die Sony-Roboter der Humboldt-Universität, den bis dahin amtierenden Meister der Universität Darmstadt vom Thron. In einer interessanten Partie mit feinen Spielzügen besiegten sie die Darmstadt Dribbling Dackels 2 zu 1. In diesem Jahr waren die neuen Sony-Roboter im Einsatz, die schneller, aber auch geschmeidiger sind. Eine der wesentlichen Herausforderungen war die neue Mechanik sowie ein gute Teamarbeit. Dies gelang den Humboldt-Robotern am besten.

Die FU-Fighters, die Fußballroboter der FU Berlin, sind zum dritten Mal hintereinander in der Liga der kleinen Roboter Deutscher Meister geworden. In dieser Liga sind die Roboter besonders schnell. Das Hauptproblem ist, solch wendige Roboter zu fahren und kontrollierte Spielzüge zu entwickeln. Beim Endspiel trafen zum vierten Mal in Folge die FU Berlin und die Universität Porto aufeinander. In einer sehr spannenden Partie gelang es den FU-Fighters, zwei Sekunden vor Schluss, den Siegtreffer zu erzielen.

Die German Open
Das Turnier besteht aus vier Robotik-Ligen: der Simulations-Liga (simulierte virtuelle Spieler), der Liga der kleinen Roboter (maximal 18 cm Durchmesser), der Liga der großen Roboter (maximal 50 cm Durchmesser), und der Sony-Legged-Liga, bei der Roboterhunde von Sony um den Ball kämpfen. Am Turnier nehmen Universitäten und Forschungseinrichtungen, vor allem aus Europa, aber auch aus Asien teil. 150 Mannschaften aus 13 Ländern waren am Start, darunter auch Schüler, die am RoboCup-Junior-Wettbewerb teilnehmen. Die Roboter sind autonom, sie werden nicht von Menschen, sondern von Computern gesteuert. Die German Open ist das regionale Vorbereitungsturnier für die RoboCup-Weltmeisterschaft im Roboterfußball, die in diesem Jahr im Juni in Lissabon ausgetragen wird. Sie dient als Gradmesser der Qualität der Teams, die dort an den Start gehen können.

Weiter vorn
Die HU belegte außerdem den fünften Platz in der Simulations-Liga. Sie knüpft damit an die Erfolge von 1997 und 1998 an, in denen das Team jeweils Weltmeister und Vizeweltmeister wurde. In der Liga der großen Roboter belegten die FU-Fighters den vierten Platz. Die FU Berlin trat mit gerade erst vor zwei Wochen fertig gestellten Maschinen an und konnte im Laufe des Turniers immer besser spielen. In Spiel um den dritten Platz führten sie 1-0 bis zur Halbzeit, bevor das portugiesische MINHO Team aus Porto das Spiel 3-1 gewinnen konnte.

Quelle: idw

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