Wunderland Physik

  • 15. February 2006




Im Schülerlabor „Wunderland Physik“ in Chemnitz sollen Schüler für Naturwissenschaften interessiert und Lehrer unterstützt werden.

Chemnitz - Damit Naturwissenschaften und technische Fächer bei der Berufs- und Studienwahl von Schulabgängern bald wieder hoch im Kurs stehen, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung den Aufbau von 18 Schülerlaboratorien aus zehn Bundesländern. Das Institut für Physik an der TU Chemnitz setzte sich im vergangenen Jahr mit seinem Konzept unter 170 Bewerbern durch und erhielt eine Anschubfinanzierung von 16.800 Euro für die Ausstattung des Schülerlabors „Wunderland Physik“, das am 14. Februar 2006 offiziell eröffnet wurde.

Schüler der 9. Klasse des Gymnasiums in Einsiedel bei Chemnitz experimentieren im Schülerlabor der TU Chemnitz. Im Bild: Robert Flemming (r.) und v.ln.r.: Jonas Kmuch, Maria Fritzsche, Lehrerin Gabriele Homilius und Cindy Holtfreter. (Foto: TU Chemnitz)

Um die Neugier für physikalische und technische Problemstellungen zu wecken, haben künftig Schüler der Klassenstufen 6 bis 10 die Möglichkeit, in diesem Schülerlabor der Universität spielend zu experimentieren und Physik hautnah zu erleben. Dabei sollen die Schüler durch Experimente und altersgerechte Vorträge an naturwissenschaftliche Fragestellungen herangeführt und zum selbstständigen und teamorientierten Arbeiten angeregt werden.

Bei der Umsetzung des Konzepts stützt man sich auf drei Säulen: Einer der Schwerpunkte ist die Durchführung ausgewählter physikalischer Experimente zu den Themen „Ein Computer kann mehr als Spiele“ und „Regenerative Energiequellen“. Die zweite Säule basiert auf dem kreativen Gestalten physikalischer Experimente mit einfachen Mitteln. Die Anschaulichkeit und Selbstgestaltung von Experimenten z. B. mit Licht, zur Oberflächenspannung oder zu magnetischen Phänomenen stehen hier im Vordergrund. Den großen Show-Effekt verspricht die dritte Säule: Ohne große Anleitungen soll der Nachwuchs selbstständig experimentieren, etwa zu Klangfiguren, optischen Täuschungen oder Seifenblasen, und dabei auf den großen Aha-Effekt hinarbeiten.

„Bereits jetzt liegen uns schon eine Reihe von Anfragen interessierter Schulklassen vor“, freut sich Dr. Eckart Fromm vom Institut für Physik. „Allerdings sollen nicht nur Schüler von dem Laboratorium profitieren, auch interessierte Physiklehrer können es gern zur Fortbildung nutzen“, betont Privatdozent Dr. Gunter Beddies von der Professur Oberflächen- und Grenzflächenphysik an der TU Chemnitz.

Erste Testdurchläufe und Praktika gab es in den vergangenen Wochen bereits in Zusammenarbeit mit Schülern und Lehrern des Johannes-Kepler-Gymnasiums Chemnitz, des Gymnasiums Einsiedel und des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Limbach-Oberfrohna.

Quelle: Technische Universität Chemnitz

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