Private Millionen für deutsche Forschung

  • 14. July 2006

München (dpa) - Private Mäzene wollen Deutschlands Spitzenforschung fördern. Mit diesem Ziel hat sich in München die so genannte Exzellenz-Stiftung gegründet. Die Initiatoren der gemeinnützigen Stiftung haben sich zum Ziel gesetzt, die langfristige Grundlagenforschung zu unterstützen und mit der Max-Planck- Gesellschaft eine ihrer anerkanntesten Forschungseinrichtungen mit zusätzlichem Geld auszustatten. Dabei sollen die wissenschaftliche und organisatorische Unabhängigkeit der Gesellschaft gewahrt bleiben, wie der Vorsitzende des Stiftungsrats, Stefan von Holtzbrinck, am Donnerstag betonte.

In Zeiten weltweiten Wettbewerbs um die besten Wissenschaftler brauche die Forschung in Deutschland mehr Geld. Wo öffentliche Budgets begrenzt seien, sei die private Hand gefragt, um Bildungs- und Forschungseinrichtungen an der Weltspitze zu halten und den Wissenschaftsstandort Deutschland zu sichern, erklärte von Holtzbrinck. Nach eigenen Angaben wollen die Initiatoren der Stiftung 100 Millionen Euro Stiftungskapital einwerben. Angesichts des guten Rufs der Max-Planck-Gesellschaft sei man zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen.

Einen ersten Erfolg habe die Exzellenz-Stiftung bereits erzielt. So sei es gelungen, Professor Theodor W. Hänsch, der 2005 den Physik- Nobelpreis erhielt, für weitere Forschungsjahre am Max-Planck- Institut für Quantenoptik zu verpflichten, heißt es in der Erklärung weiter. Der Wissenschaftler, der in diesem Jahr 65 Jahre alt wird, hatte für die Zeit nach seiner Emeritierung Angebote aus den USA erhalten.

Als nächsten Schritt wollen die Stifter Nachwuchswissenschaftler stärker fördern. Junge Wissenschaftler, die sich durch eine hervorragende Promotionsarbeit an einem Max-Planck-Institut ausgezeichnet haben, sollen die Möglichkeit erhalten, an ausländischen Einrichtungen zu arbeiten und danach eine Forschungsgruppe in Deutschland aufzubauen.

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