Copley-Medaille für Hawking

  • 24. August 2006

London (dpa) - Der Astrophysiker Stephen Hawking bekommt die renommierte Copley-Medaille der britischen Royal Society. Hawking, der wegen eines schweren Nervenleidens im Rollstuhl sitzt, werde damit für seine herausragenden Leistungen in der theoretischen Physik und Kosmologie geehrt, berichtete die britische Wissenschaftsakademie in London. Die Copley-Medaille ist nach Angaben der Royal Society die weltweit älteste Auszeichnung für wissenschaftliche Leistungen und wird seit 1731 vergeben.

«Stephen Hawking hat so viel wie niemand anderes seit Albert Einstein zum Verständnis der Schwerkraft beigetragen», sagte Martin Rees, Präsident der Royal Society. Bisherige Preisträger waren neben Einstein unter anderen Charles Darwin und Louis Pasteur. «Ich fühle mich geehrt, in ihrer Gesellschaft zu sein», sagte der 64-jährige Hawking, der an der Universität im britischen Cambridge lehrt.

Zu Ehren von Hawkings Forschungen zur Kosmologie nahm die Besatzung der Raumfähre «Discovery» im Juli dieses Jahres die Medaille mit auf ihre Reise zur Internationalen Raumstation (ISS). Hawking, der den Preis am 30. November erhält, wurde vor allem durch seine Forschungen zu Schwarzen Löchern sowie durch seine Bücher bekannt. Titel wie «Das Universum in der Nussschale» und «Eine kurze Geschichte der Zeit» machten seine Wissenschaft einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

Hawking leidet seit 1963 an der so genannten amyotrophen Lateralsklerose (ALS), einer unheilbaren Erkrankung des zentralen Nervensystems, die zu einer fortschreitenden Muskellähmung führt. Der Physiker ist deswegen seit 1968 auf einen Rollstuhl angewiesen und kann seit 1985 nur noch mit Computerhilfe sprechen.

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