Spaceshuttle-Nachfolger heißt «Orion»

  • 24. August 2006

Spaceshuttle-Nachfolger heißt «Orion»

Washington (dpa) - Das erste Nachfolgemodell der US-Spaceshuttles «Discovery», «Atlantis» und «Endeavour» wird nach dem Sternbild «Orion» benannt. Diese neue Raumfähre solle spätestens im Jahr 2014 mit einer sechsköpfigen Crew zur Internationalen Raumstation ISS fliegen, teilte die US-Raumfahrtbehörde NASA am Dienstag (Ortszeit) in Cape Canaveral (Florida) mit. Im Jahr 2020 sei dann wieder ein Flug mit vier Astronauten zum Mond geplant. Seit der Mondlandung von «Apollo 17» im Dezember 1972 hat kein Mensch mehr den Erdtrabanten betreten.

Der Name «Orion» wurde nach Angaben der NASA gewählt, weil das Sternbild am Nachthimmel besonders hell leuchtet und einfach zu finden ist. Das Nachfolgemodell der Spaceshuttles werde wieder früheren Generationen von bemannten Raumsonden ähneln. Es werde aber zweieinhalb mal mehr Platz haben als die «Apollo»-Kapseln. Die Masse beträgt nach Angaben der NASA 25 Tonnen.

Dem US-Astronauten Jeffrey Williams, der noch bis Mitte September auf der Internationalen Raumstation bleibt, war der Name für das neue Modell versehentlich herausgerutscht. Daraufhin gab die NASA den Namen vorzeitig in der Öffentlichkeit bekannt. Bislang hieß die neue Generation nur «Crew Exploration Vehicle».

Die NASA wollte das Geheimnis um den Namen ursprünglich erst am 31. August lüften. An diesem Tag will die Raumfahrtbehörde bekannt geben, wer den Auftrag für den Bau des Raumschiffes erhält. Wettbewerber sind das Luft- und Raumfahrtunternehmen Lockheed Martin sowie ein Konsortium der Firmen Northrop Grumman und Boeing.

Nach dem Willen von US-Präsident George W. Bush sollen die drei Spaceshuttles spätestens im Jahr 2010 ausgemustert werden. Mit insgesamt 16 Flügen soll bis dahin der Ausbau der Internationalen Raumstation beendet sein. Die NASA-Führung drängt darauf, dass das Nachfolgemodell schon weitaus früher als 2014 in Dienst gestellt wird.

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