EIT soll Klimawandel erforschen

  • 23. May 2007

Brüssel (dpa) - Die Europäische Union will bei der Klimaschutz- und Energieforschung die Kräfte bündeln. Das geplante Europäische Technologieinstitut (EIT) solle sich nach dem Aufbau zunächst auf diese beiden Bereiche konzentrieren, sagte Bundesforschungsministerin und EU-Ratspräsidentin Annette Schavan (CDU) am Dienstag in Brüssel nach einem Treffen der zuständigen Fachminister. Die Ministerrunde habe vereinbart, dass das EIT aus Netzwerken vor allem zwischen Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen bestehen werde. Die endgültige Entscheidung über den Aufbau des neuen Instituts werde aber erst im Juni gefällt werden.

Das EIT soll Europas Spitzenforschern und High-Tech-Firmen im Wettbewerb mit Asien und Amerika helfen. Es geht unter anderem darum, schneller von Forschung und Entwicklung zu marktreifen Produkten zu kommen. Sollten die Abstimmungen im Ministerrat im Juni und später im Europäischen Parlament glatt laufen, könnte das EIT im kommenden Jahr erste Projekte angehen.

Umstritten sei nach wie vor die Finanzierung, sagten Diplomaten. Die EU-Kommission schätzt, dass gut 308 Millionen Euro nötig sind. Die Mittel sind für die Jahre 2008 bis 2013 vorgesehen. Die Wirtschaft soll sich mit einem ähnlichen Betrag beteiligen, so dass dann gut 600 Millionen Euro zusammenkämen. Schavan sagte, die EU-Kommission müsse bis zum Juni-Rat genauere Angaben zum Finanzierungskonzept machen. Im Rat habe Einigkeit geherrscht, dass das EIT keine eigenen Abschlüsse vergeben dürfe.

Das Institut wird demnach keine neue Hochschule, wie Kommissionspräsident José Manuel Barroso zunächst vorgeschlagen hatte, mit eigenen Lehraufträgen und akademischen Titeln. Barroso hatte 2005 vorgeschlagen, nach dem Vorbild des Massachusetts Institute of Technology (MIT) eine europäische Kaderschmiede zu gründen. Die geplante Universität sollte bereits von 2008 bis 2013 über einen Etat von 2,4 Milliarden Euro verfügen. Das MIT gilt als eine weltweit führende Universität in der Spitzenforschung gemeinsam mit der Industrie.

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