Sternschnuppenregen am Wochenende

  • 09. August 2007

Sternschnuppenregen am Wochenende

Hamburg (dpa) - Ein kosmisches Feuerwerk erstrahlt in den kommenden Nächten am Firmament: Der Sternschnuppenstrom der Perseïden regnet wie jedes Jahr im August vom Himmel. Bei wolkenfreiem Wetter sind mehrere Dutzend Meteore pro Stunde zu sehen, wie die Europäische Raumfahrtagentur ESA ankündigt. Und in diesem Jahr lohnt sich die Beobachtung nach Einschätzung der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) ganz besonders: Es herrscht Neumond, die Nächte sind besonders dunkel, und «damit werden auch schwächere Sternschnuppen sichtbar sein». Die Wetteraussichten sind allerdings nicht gerade günstig: Die Meteorologen erwarten in den nächsten Tagen unbeständiges Wetter, mancherorts auch Gewitter, dichte Wolken und Dauerregen.

Sollten das Wetter es zulassen, beginnt das Himmelsspektakel bereits gegen 22.00 Uhr, wenn das Sternbild Perseus im Nordosten über den Horizont steigt, dem die Perseïden scheinbar entströmen. Dann lohnt es, nach seltenen, aber besonders langen Meteoren Ausschau zu halten, den sogenannten Earthgrazern. Sie schrammen flach an der Erdatmosphäre entlang wie ein Stein, der über das Wasser springt. «Earthgrazer sind lang, langsam und farbenfroh», erläutert Bill Cooke vom Meteoroiden-Büro der US-Raumfahrtbehörde NASA. «Sie gehören zu den schönsten Meteoren.»

Die beste Beobachtungszeit aber sind die Stunden vor der Morgendämmerung, wenn das Sternbild Perseus hoch am Himmel steht. Das Maximum des Sternschnuppenregens reicht von Freitag bis Dienstag. Zum Höhepunkt am frühen Montagmorgen (13. August) können nach ESA- Schätzungen bis zu 100 Meteore pro Stunde am Himmel aufflammen. Nach Erwartung der Internationalen Meteor-Organisation (IMO) können Beobachter davon realistischer Weise etwa eine Sternschnuppe in ein bis zwei Minuten erspähen.

Feldstecher oder Teleskope sind dazu nicht nötig. «Zur Beobachtung der Perseïden ist das bloße Auge ideal, denn Schauplatz ist der ganze Himmel», schreibt die Vereinigung der Sternfreunde. «Suchen Sie einen Ort ohne störende Lichtquellen und mit einer guten Rundumsicht bis zum Horizont.» Wer einige Stunden ausharren wolle, sollte sich eine bequeme Sitzgelegenheit beschaffen. «Ideal ist ein Liegestuhl, den man am besten nach Osten ausrichtet.»

Die Sternschnuppen scheinen aus dem Sternbild Perseus zu kommen, daher der Name Perseïden. Der Grund für diesen Eindruck ist, dass die Erde auf ihrer Jahresbahn derzeit auf das Sternbild Perseus zufliegt. Tatsächlicher Ursprung der Meteore ist allerdings der Komet Swift- Tuttle, der auf seiner Bahn um die Sonne eine breite Staubspur hinterlassen hat, die unsere Erde jedes Jahr im August kreuzt.

«Dieser kosmische Abfall ist aber für die Liebhaber von Sternschnuppen eine höchst erfreuliche Sache», betonen die Sternfreunde. Durch die hohe Geschwindigkeit von etwa 200 000 Kilometern pro Stunde verglühen die meist nur staubkorngroßen Kometensplitter in der Atmosphäre. Dabei regen sie Luftmoleküle zum Leuchten an, was dann als Sternschnuppe sichtbar ist. «Sind größere Objekte mit Durchmessern von einigen Zentimetern dabei, können Feuerkugeln entstehen, die einen langen, farbig nachglühenden Schweif hinterlassen», erläutert die VdS.

Sollte das Wetter nicht mitspielen, lassen sich noch bis zum 24. August Perseïden erspähen, allerdings nimmt ihre Häufigkeit nach dem Maximum am Montag stark ab. Die Internationale Meteor-Organisation (IMO) lädt Himmelsgucker ein, ihre Beobachtungen über das Internet einzureichen.

Till Mundzeck, dpa

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