Astro-Tipps November 2007

  • 24. October 2007

Hamburg (dpa) - Nach dem Ende der Sommerzeit setzt die Dunkelheit nun schon in den späten Nachmittagsstunden ein. Bereits vor 18.00 Uhr leuchten bei klarem Wetter die ersten Sterne auf. Wochenlang war über dem Südwesthorizont bereits der helle Jupiter in der Abenddämmerung zu sehen. Mitte November verabschiedet sich der Riesenplanet allmählich von der Himmelsbühne und wird zum Monatsende unbeobachtbar.

Nach Jupiters Abschied übernimmt Mars die Rolle des dominierenden Planeten am Nachthimmel. Geht der Rote Planet zu Monatsbeginn noch gegen 20.15 Uhr auf, so erscheint er Ende November schon kurz nach 18.00 Uhr am Nordosthorizont. Die Marshelligkeit steigt deutlich. Der Rote Planet wird nur noch von Venus am Morgenhimmel an Glanz übertroffen. Mitte November kommt Mars im Sternbild Zwillinge zum Stillstand und wandert anschließend rückläufig, also von Ost nach West, durch den Tierkreis. Zu Weihnachten wird Mars dann von der Erde auf der Innenbahn überholt und dabei seine geringste Entfernung von uns erreichen. Der abnehmende Mond steht am 27. November morgens rund ein Grad nördlich von Mars am Himmel.

Mit Ausnahme von Jupiter kommt es am Morgenhimmel zu einer Parade der hellen Planeten. Neben Mars, der morgens hoch im Süden steht, leuchten über dem Osthorizont die Planeten Saturn und etwas tiefer die strahlend helle Venus. Hinzu kommt vom 5. bis 16. November der sonnennächste Planet Merkur, der selten zu erspähen ist und in dieser Zeit die günstigste Morgensichtbarkeit des Jahres bietet.

Etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang ist Merkur knapp über dem Osthorizont als fahler, gelblicher Lichtpunkt auszumachen. Saturn ist nahe Regulus im Löwen anzutreffen, während Venus am Monatsanfang vom Löwen in das Sternbild Jungfrau wechselt. Zu Monatsende steht sie nahe Spica, dem Hauptstern der Jungfrau. Zwar hält Venus ihre Stellung am Morgenhimmel, ihre Aufgänge verspäten sich aber von kurz vor drei Uhr zu Monatsende auf Viertel vor vier Uhr morgens am Monatsende. Der abnehmende Mond gesellt sich am 5. November morgens zur Venus.

Mitte November flammen die Meteore des Leonidenstromes auf. Die Sternschnuppen der Leoniden entströmen - wie ihr Name andeutet - scheinbar dem Sternbild Löwe. Die beste Beobachtungszeit sind die Stunden nach Mitternacht. Ihre maximale Tätigkeit entfalten die Leoniden in den frühen Morgenstunden des 19. November. Bis zu fünfzig Sternschnuppen sind pro Stunde zu erwarten. Bei den Leoniden handelt es sich um recht schnelle Meteore mit Geschwindigkeiten um 250.000 Kilometern pro Stunde. Diesmal stört in den Morgenstunden kein Mondlicht die Beobachtung der Leoniden.

Neumond ist am 10. November um drei Minuten nach Mitternacht. Einen Tag vorher steht der Mond mit 406.670 Kilometern Distanz in Erdferne. Vollmond ist am 24. November um 15.30 Uhr. Die helle Vollmondscheibe ist abends im Sternbild Stier nahe dem Siebengestirn (Plejaden) zu sehen. Da der Mond sich am gleichen Tag mit 357.190 Kilometer in Erdnähe befindet, erscheint die Vollmondkugel besonders groß. Auch ist wieder einmal mit extremen Gezeiten zu rechnen, Springfluten sind möglich.

Wer zum abendlichen Fixsternhimmel blickt, erkennt schnell: Die Sommernächte sind vorbei. Das Sommerdreieck ist weit nach Westen gerückt. Sein südlichster Punkt, Atair im Adler, steht knapp vor seinem Untergang. Die Sternbilder hoch im Süden und die um den Zenit wie Kassiopeia, Andromeda, Pegasus und Widder prägen den typischen Herbstcharakter des gestirnten Firmaments. Im Osten hingegen kündigt sich der kommende Winter durch etliche helle Sterne an: Kapella im Fuhrmann, Aldebaran im Stier, Beteigeuze und Rigel im Orion. Lediglich die beiden Hundssterne Sirius und Prokyon tauchen erst nach 22.00 Uhr am Osthimmel auf.

In dunkler, mondloser und besonders klarer Nacht kann man jetzt auch das lichtschwache Tierkreissternbild Fische günstig sehen. Vorausgesetzt allerdings, dass man sich weitab irdischer Lichtquellen aufhält und keinen durch Lichtverschmutzung aufgehellten Himmelshintergrund hat. Die Fische wandern jetzt abends durch den Meridian, erreichen also ihre höchste Stellung am Firmament. Den Südwesten beherrscht der Wassermann. Auch er gehört wie die Fische zu den lichtschwachen Tierkreissternbildern. Tief im Südwesten blitzt Fomalhaut auf, Hauptstern im Bild Südlicher Fisch.

Die Sonne wandert durch das Sternbild Waage und wechselt am 23. November in das Sternbild Skorpion. Nach nur einer Woche, nämlich schon am 30. November, tritt sie in das Sternbild Schlangenträger. Am 22. November passiert sie den Schützepunkt, den Beginn des gleichnamigen Tierkreiszeichens. Die Mittagshöhe der Sonne nimmt im November um rund sieben Grad ab, die Tageslänge schrumpft um eineinhalb Stunden.

Hans-Ulrich Keller, dpa

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