Columbus kann kommen

  • 26. November 2007

Washington (dpa) - Astronauten der Internationalen Raumstation ISS haben am Samstag die Außenarbeiten für das Andocken des europäischen Weltraumlabors «Columbus» erfolgreich abgeschlossen. Bei dem mehr als siebenstündigen Einsatz im All legten Peggy Whitson und Dan Tani unter anderem letzte Hand an die Verbindung des Heizungs- und Kühlsystems der Station mit dem Modul «Harmony», wie die US- Weltraumbehörde NASA mitteilte. «Columbus» soll im Dezember an das erst im Oktober Monat gelieferte Modul gekoppelt werden. Die Raumfähre «Atlantis» mit dem europäischen Weltraumlabor und dem Deutschen Hans Schlegel an Bord soll am 6. Dezember starten.

Der Außeneinsatz von Whitson und Tani am Samstag war der letzte von insgesamt drei Arbeitsschritten im All, mit denen der Weg für das Andocken des Labors frei gemacht werden soll. Die Bodenkontrolle begann unterdessen mit der Überprüfung der «Harmony»-Systeme, damit ISS-Astronauten letzte Innenarbeiten in dem Modul ausführen können. Am Dienstag soll endgültig entschieden werden, ob das Verbindungsteil für die geplante Ankunft von «Columbus» bereit ist.

Die Astronauten entdeckten bei ihrem Arbeitseinsatz allerdings auch abermals Hinweise auf Schäden an einem wichtigen Drehgelenk eines Sonnensegels. Tani habe wieder Metallspäne in dem drei Meter großen Gelenk gesehen, auf die er bereits Ende Oktober gestoßen sei, berichtete die Zeitung «Houston Chronicle». Diesmal seien es aber mehr gewesen. Eine Analyse der im vorigen Monat gefundenen Späne hatte ergeben, dass sie aus einem Laufring des Gelenks stammen. Wodurch sie abgeschabt wurden, war zunächst unklar.

Das in Bremen gebaute 880 Millionen Euro teure «Columbus»- Weltraumlabor dient zu wissenschaftlichen Untersuchungen in der Schwerelosigkeit. Unter anderem sollen Experimente an Zellen, Gewebekulturen und Mikroorganismen vorgenommen werden.

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