«Columbus» startet frühestens Samstag

  • 07. December 2007

«Columbus» startet frühestens Samstag

Cape Canaveral (dpa) - Wegen technischer Probleme an der US-Raumfähre «Atlantis» soll das europäische Weltraumlabor «Columbus» jetzt frühestens am Samstag ins All fliegen. Der Start der Raumfähre mit dem deutschen Astronauten Hans Schlegel an Bord sei «nicht früher als Samstag» auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral möglich, sagte ein Sprecher der US-Weltraumbehörde NASA am Donnerstag (Ortszeit). Zuvor war der für Donnerstag vorgesehene Start wegen zweier defekter Sensoren im Treibstofftank der «Atlantis» verschoben worden. «Wir brauchen etwas mehr Zeit, also nehmen wir uns etwas mehr Zeit», sagte der Sprecher. «Wir wollen noch einmal über das Problem schlafen.»

NASA-Experten wollen nochmals am Freitag über die Schwierigkeiten beraten, hieß es. Bei einem Start am Samstag sei als Startzeit 21.43 Uhr MEZ vorgesehen. Meteorologen zufolge gibt es an diesem Tag aber eine 40-prozentige Chance, dass das Wetter nicht mitspielt.

Insgesamt sei das derzeitige Startfenster bis zum 13. Dezember geöffnet, erklärten NASA-Experten. Falls ein Start bis dahin nicht gelingt, könne die «Atlantis» frühestens im Laufe des Januar abheben. Der Defekt an zwei der insgesamt vier Tanksensoren sei erst während des Betankens rund acht Stunden vor dem ursprünglich für Donnerstag 16.31 MEZ geplanten Start festgestellt worden. Die Sensoren, die die Triebwerke bei leeren Tanks abschalten, hätten bereits in der Vergangenheit Probleme bereitet, sagte NASA-Manager LeRoy Cain.

An Bord der «Atlantis» sollen neben Schlegel und seinem französischen Kollegen Léopold Eyharts fünf weitere US-Astronauten ins All fliegen. Die Mission gilt als ein wichtiger Schritt für die europäische Raumfahrt. In dem 880 Millionen Euro teuren «Columbus»-Labor, das im wesentlichen in Bremen gebaut wurde, sollen zehn Jahre lang wissenschaftliche Untersuchungen in der Schwerelosigkeit unternommen werden. Es handelt sich um Untersuchungen auf dem Gebiet der Medizin, der Grundlagenphysik und der Materialforschung. Unter anderem sind medizinische Studien zum Knochen- und Muskelschwund geplant.

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