Ein Deutscher im All

  • 11. February 2008

Hamburg (dpa) - Der deutsche Mann im All, Hans Schlegel, ist Naturwissenschaftler durch und durch: Abitur an einem naturwissenschaftlichen Gymnasium, Physikstudium, danach zahlreiche Stationen bei Forschungseinrichtungen, Ausbildung zum Wissenschaftsastronaut, Forschungstaucher und Bordingenieur für die russische Raumstation Mir. Ein trockener Techniker ist er dennoch nicht. Anschaulich und lebensnah kann der 56-Jährige erzählen. «Es gibt kein oben und unten, es gibt kein rechts und links, kein vorwärts und rückwärts. Im All ist alles gleich», beschrieb der Astronaut kürzlich das Lebensgefühl in der Schwerelosigkeit.

Am 3. August 1951 in Überlingen am Bodensee geboren bezeichnet Schlegel jedoch das nordrhein-westfälische Aachen als seine Heimat. Dort hat er 1979 das Physikdiplom abgelegt, nachdem er seinen Wehrdienst als Filmschirmjäger absolviert hatte. Daran schlossen sich Astronauten-Ausbildungen in Deutschland, Russland und den USA an. Im Frühjahr 1993 startete er als «Nutzlastenspezialist» zum ersten Mal mit der «Columbia» ins All. Während der deutsch-russischen Mir- Mission im Jahr 1997 war er für den Bord-Boden-Funkkontakt verantwortlich. Seit Mai 2005 ist Schlegel leitender Astronaut der Europäischen Raumfahrt-Organisation ESA im Johnson Space Center in Houston Texas. Dort bereitete er sich seit Oktober 2006 auch auf seinen Außenbordeinsatz an der Internationalen Raumstation ISS vor.

Schlegel ist mit der ehemaligen Leistungsschwimmerin, Astronautin und Berufspilotin Heike Schlegel-Walpot in zweiter Ehe verheiratet und hat insgesamt sieben Kinder. In seiner Freizeit geht er am liebsten Skifahren, Tauchen oder widmet sich dem Fliegen, zu Hause beschäftigt er sich mit Heimwerken und Lesen. Auf seiner Mission im All hat er ein Maskottchen im Gepäck: eine Kapitänsmütze seiner Frau.

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