Schavan will deutsche und israelische Nachwuchsforscher fördern

  • 08. April 2008

Berlin (dpa) - Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) will die wissenschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel vertiefen. «Die Wissenschaft spielt bei der Verständigung unserer Völker eine wichtige Rolle», sagte Schavan zum Auftakt des deutsch-israelischen Wissenschaftsjahres 2008 am Dienstag in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin. Im historisch stark belasteten Verhältnis zu Israel habe sich die Wissenschaft als «Diplomatie des Vertrauens» erwiesen. Schwerpunkte des Kooperationsjahres sind Forschungen in den Bereichen Gesundheit, Umwelt und zivile Sicherheit.

Seit fast 50 Jahren arbeiteten Forschungseinrichtungen und Hochschulen beider Länder zusammen, sagte Schavan. «Die wissenschaftliche Zusammenarbeit begann bereits 1959 - also schon einige Jahre vor Aufnahme der diplomatischen Beziehungen im Jahr 1965.» Die Ministerin will nun vor allem junge Wissenschaftler zusammenbringen und unterstützen. Im November wird erstmals ein Förderpreis für zwei deutsch-israelische Teams von Nachwuchsforschern in den Geistes- und Sozialwissenschaften vergeben.

«Dieser Preis ist mit jeweils 200 000 Euro dotiert, also jährlich mit 400 000 Euro. Damit soll der Bedeutung der jungen Generation von Forschern in der deutsch-israelischen Kooperation Rechnung getragen werden», sagte Schavan. Außerdem unterstützt Deutschland den Aufbau eines neuen Minerva-Zentrums für Geistes- und Kulturwissenschaften in Israel. Das Stiftungskapital beträgt zwei Millionen Euro. Nach Ansicht von Schavan ist der Pioniergeist israelischer Wissenschaftler auch heute noch Vorbild. «Israel ist ein Hightech-Land, das seit seiner Gründung von der Wissenschaft als Motor der Entwicklung geprägt worden ist.»

Gespräch: Tim Braune, dpa

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