Mehr Geld für Atomforschung

  • 30. July 2008

Mehr Geld für Atomforschung

Berlin (dpa) - Bundesforschungsministerin Annette Schavan will ungeachtet der Vereinbarungen mit der Stromwirtschaft zum Atomausstieg mehr Geld in die Kernforschung investieren. Die stellvertretende CDU-Vorsitzende kündigte in der «Berliner Zeitung» an, die entsprechenden Fördermittel in den nächsten Jahren zu erhöhen. Auch die Ausbildung junger Nuklearwissenschaftler solle verbessert werden. «Wir dürfen uns keinen Kompetenzverlust in der Kernforschung leisten, solange um uns herum überall neue Kernkraftwerke gebaut werden», sagte die Ministerin.

Als Forschungsbereiche nannte Schavan die Reaktorsicherheit, den Strahlenschutz und die Endlagerung. Dafür stellte ihr Ministerium dieses Jahr erstmals wieder zehn Millionen Euro für Projektforschung zur Verfügung. 2009 soll die Summe auf 13 Millionen Euro steigen, 2010 dann auf 14 Millionen Euro. Während der letzten Jahre der rot- grünen Regierung gab es im Ministerium keine solche Förderung. Nach dem «Atomkonsens», auf den sich Rot-Grün und die Stromwirtschaft geeinigt hatten, soll das letzte deutsche Atomkraftwerk spätestens 2022 vom Netz. Die CDU tritt für eine längere Nutzung ein.

Daneben stellt Schavan der Helmholtz-Gemeinschaft zusätzlich gut 33 Millionen Euro im Jahr für die Sicherheits- und Endlagerforschung zur Verfügung. Die Wissenschaftsorganisation betreibt in Karlsruhe und Jülich zwei der insgesamt drei nuklearen Forschungszentren Deutschlands.

Share |

Webinar

Welches Turbulenzmodell soll ich benutzen?

  • 01. March 2018

Lösungen der seit nun fast 200 Jah­ren be­kann­ten Navier-Stokes-Glei­chung­en be­schrei­ben Strö­mung­en in al­len De­tails. Doch Tur­bu­len­zen sind noch im­mer ein nu­me­ri­scher Alb­traum, selbst mit Su­per­com­pu­tern sind tur­bu­len­te Strö­mung­en in re­a­lis­ti­schen Mo­del­len meist un­be­rech­en­bar.

Alle Webinare »

Site Login

Bitte einloggen

Andere Optionen Login

Website Footer