NASA will zwei Sonden auf einmal zum Mond schicken

  • 25. May 2009


Washington (dpa) - Die NASA will im Juni gleich zwei Sonden auf einmal zum Mond schicken und damit eine künftige bemannte Mission zum Erdtrabanten vorbereiten. Die Weltraumbehörde erhofft sich davon eine Fülle neuer «aufregender Informationen über unseren nächsten Nachbarn», wie David Cook vom NASA-Hauptquartier in Washington in einer am Donnerstagabend (Ortszeit) veröffentlichten Erklärung sagte.

Demnach sollen die beiden Raumfahrzeuge, der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) und der der Lunar Crater Observation and Sensing Satellite (LCROSS), am 17. Juni gemeinsam an Bord einer Atlas-V- Rakete von Cape Canaveral (Florida) starten.


Abb.: NASA's Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) und Lunar Crater Observation and Sensing Satellite (LCROSS) starten am 17. Juni zum Mond (Bild: NASA).


Der NASA zufolge soll der LRO unter anderem mit Hilfe von sieben verschiedenen Instrumenten einen sicheren Landeplatz für künftige menschliche Besucher ausfindig machen. Dazu soll der LRO den Mond umkreisen und detaillierte dreidimensionale Landkarten anfertigen.

Sein «Bruder» LCROSS wird der Frage nachgehen, ob sich in den schattigen Kratern an den lunaren Polen Eis verbirgt. Das geschieht nach Angaben der NASA auf spektakuläre Weise: LCROSS soll in zwei Teile zerfallen, die dann gezielt in einen Krater stürzen werden. Die NASA-Wissenschaftler erwarten, dass der erste Teil beim Aufprall eine fast zehn Kilometer hohe Staubwolke erzeugt, die dann vom zweiten Teil - einem Satelliten - erforscht wird. Auch dieser Satellit soll dann auf den Mond stürzen. Auch der Orbiter (LRO), Teleskope auf der Erde und das Weltraum-Observatorium Hubble sollen Bilder und Daten vom Aufprall liefern.

Weitere Infos:
 

KR

Share |

Newsletter

Haben Sie Interesse am kostenlosen wöchentlichen oder monatlichen pro-physik.de-Newsletter? Zum Abonnement geht es hier.

COMSOL NEWS 2018

thumbnail image: Messen Sie <i>M</i><sup>2</sup> in weniger als einer Minute

Messen Sie M2 in weniger als einer Minute

Das M2-Lasermessgerät Ophir BeamSquared 2.0 ermittelt die optische Güte des Laserstrahls schnell und präzise. Mehr

Webinar

Vom Raytracing-Modell zum digitalen Prototypen

  • 22. November 2018

Raytracing ist die Stan­dard­methode zur Ent­wick­lung von opti­schen Sys­te­men und wird ein­ge­setzt, um diese Sys­teme vir­tuell auszu­legen und Vor­her­sagen über ihre opti­schen Ei­gen­schaf­ten zu ma­chen. Ein­satz­be­rei­che sol­cher digi­ta­ler Pro­to­ty­pen sind bei­spiels­weise die Ent­wick­lung von Laser- oder Ab­bil­dungs­sys­te­men.

Alle Webinare »

Site Login

Bitte einloggen

Andere Optionen Login

Website Footer