CO2 Emission und Pro-Kopf-Wasserverbrauch sinken

  • 05. October 2009

106 Millionen Tonnen weniger CO2 und sinkender Pro-Kopf-Wasserverbrauch


Das Umweltbundesamt veröffentlicht einen Bericht zu vermiedenen Emissionen durch den Einsatz erneuerbarer Energien im Jahr 2007. Laut des Statistischen Bundesamts ist der Pro-Kopf-Wasserverbrauch 2007 auf 122 Liter je Tag gesunken.

In einem Bericht zur "Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger", kommt das Umweltbundesamt (UBA) zu dem Ergebnis, dass im Jahr 2007 durch den Einsatz erneuerbarer Energien rund 106 Millionen Tonnen klimaschädlichen Kohlenstoffdioxids (CO2) vermieden wurden. Der Bericht stellt die Emissionsbilanz der erneuerbaren Energieträger sowohl methodisch als auch inhaltlich auf eine aktuelle Grundlage.

Der Ausbau erneuerbarer Energien verlief in den letzten zehn Jahren sehr erfolgreich. Im Jahr 2007 deckten diese knapp zehn Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs ab, was einer Verdreifachung des Anteils im Vergleich zum Jahr 1997 entspricht.

Eine Versorgung aus erneuerbaren Energien vermeidet klima- und umweltrelevante atmosphärische Emissionen. Zur Bestimmung der vermiedenen Emissionen in den Energiesektoren Strom, Wärme und Verkehr hat das Umweltbundesamt die Emissionsbilanzen erneuerbarer Energieträger inhaltlich und methodisch aktualisiert. Die Netto-Emissionsbilanz setzt sich dabei zum einen aus der eingesparten Menge an Emissionen und zum anderen aus neu entstandenen Emissionen - aus vorgelagerten Prozessen, wie zum Beispiel der Transport und die Herstellung von Windkraftanlagen - zusammen. Auf einem Experten-Workshop im Umweltbundesamt, in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat), wurden die verwendeten Datenquellen und Methoden zur Emissionsbilanzierung abgestimmt.

Im Ergebnis führt die Neuberechnung der Netto-Emissionsbilanz erneuerbarer Energien zu einer Emissionsvermeidung von etwa 67 Millionen Tonnen CO2 im Stromsektor, 28 Millionen Tonnen CO2 im Wärmesektor und 11 Millionen Tonnen CO2 im Verkehrssektor. Insgesamt ergibt sich damit eine CO2-Vermeidung von rund 106 Millionen Tonnen CO2 im Jahr 2007.

Bei einer erweiterten Betrachtung um die Treibhausgase Methan und Lachgas weist die Netto-Emissionsbilanz der erneuerbaren Energien - unter Berücksichtigung vorgelagerter Prozessschritte - eine Emissionsvermeidung in Höhe von rund 107 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten im Jahr 2007 auf. Allein im Stromsektor ist das eine Emissionsvermeidung von etwa 71 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Im Wärme- und Verkehrssektor kommen weitere 29 Millionen Tonnen beziehungsweise 7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente hinzu.

Direkte und indirekte Landnutzungsänderungen sind aufgrund lückenhafter Datenlage sowie noch laufender methodischer Diskussionen in den Berechnungen nicht berücksichtigt.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, haben im Jahr 2007 die Wasserversorgungsunternehmen in Deutschland 3,6 Milliarden Kubikmeter Trink­wasser an Haushalte und Kleingewerbe abgegeben. Diese Menge entspricht einem durch­schnittlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 122 Litern pro Tag. Damit setzte sich der lang­­jährige Trend zur Reduzierung des Wasserverbrauchs weiter fort. Im Jahr 2004 ver­brauchte jeder Einwohner in Deutschland noch durchschnittlich 4 Liter pro Tag mehr. Im Vergleich zum Jahr 1991 hat sich der tägliche Pro-Kopf-Verbrauch um 22 Liter reduziert. Ins­gesamt waren 99,2% der Bevölkerung im Jahr 2007 an die öffentliche Trinkwasser­versorgung angeschlossen. 

DESTATIS

Abb. : Wassergewinnung nach Wasserarten (Bild: Statistisches Bundesamt)

Die Betriebe der öffentlichen Wassergewinnung haben im Jahr 2007 insgesamt 5,1 Milli­arden Kubikmeter Wasser gefördert. Dies ist gegenüber dem Jahr 2004 ein Rückgang um 200 Milli­onen Kubikmeter. 70% des in Deutschland gewonnenen Trinkwassers stammt aus Grund- und Quellwasser, 22% der Wassermenge wurde aus Oberflächenwasser ent­nommen und 8% stammt aus Uferfiltrat.

In Deutschland entfallen laut Bundesumweltministerium durchschnittlich fast 40 Liter des direkten Trinkwasserverbrauchs, also rund 30 Prozent, auf die Toilettenspülung. Hier bestehe ein großes Einsparpotenzial: Bei älteren Toiletten fließen 9 bis 14 Liter pro Spülung durch das WC-Becken, obwohl 6 bis 9 Liter genügten.

Wer duscht, statt zu baden, kann laut Ministerium bis zu 70 Prozent Trinkwasser einsparen. Lebensmittelverpackungen mit dem Grünen Punkt müssten nicht gespült werden. Es reiche aus, diese löffelrein wegzugeben. Auch bei Duschköpfen lasse sich sparen: Düsenbrausen und Duschköpfe mit integriertem Durchflussbegrenzer seien günstiger als einfache Lochbrausen. Wassersparend seien solche, deren Durchfluss höchstens zehn bis zwölf Liter pro Minute betrage.

Umweltbundesamt (UBA)/Statistisches Bundesamt/DPA/KP

 Weitere Infos:

KP

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