Letzter Shuttle-Start auf November 2010 verschoben

  • 28. April 2010

Verzögerungen bei der Fertigstellung eines Spektrometers für die ISS beschaffen der "Endeavour" eine Gnadenfrist.

Die altgedienten US-Raumfähren bekommen eine Gnadenfrist. Statt wie bisher im September 2010 soll der letzte Space-Shuttle nun erst Mitte November ins All aufbrechen, teilte die Raumfahrtbehörde NASA mit. Das große Finale bestreitet die «Endeavour». Wie aus dem am 27. April 2010 aktualisierten NASA-Kalender hervorgeht, wurde der Flug von Juli auf November verschoben.

Die «Endeavour» soll ein Spektrometer zur Internationalen Raumstation ISS bringen, dessen Fertigstellung sich bis August 2010 verzögert. Mit dem Alpha Magnetic Spectrometer (AMS-2) soll die kosmische Strahlung untersucht werden.

Den ersten von drei noch verbleibenden Shuttle-Starts soll im Mai 2010 die «Atlantis» absolvieren und ein russisches Forschungsmodul zur ISS bringen. Der letzte Lastentransport mit der «Discovery» ist für September vorgesehen.

Nach rund einem Vierteljahrhundert sollen die Raumfähren Ende 2010 eingemottet werden. Dann ist die ISS für mehrere Jahre nur noch mit russischen Sojus-Kapseln zu erreichen. Es gilt daher, noch so viele schwere und große Ersatzteile und Instrumente wie möglich mit den Raumfähren ins All zu schaffen. Denn anders als die Shuttles können die Sojus-Transporter kaum große Lasten transportieren.

dpa


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