Innovationsallianz Photovoltaik

  • 19. August 2010


  

Bundesregierung stellt der deutschen Solarindustrie 100 Millionen Euro für Forschungsprojekte zur Verfügung.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), haben gemeinsam die Innovationsallianz Photovoltaik ins Leben gerufen. Im Zuge dieser Initiative stellen die beiden Ministerien der deutschen Solarbranche Fördermittel in Höhe von 100 Millionen Euro für innovative Forschungsprojekte zur Verfügung. Im Gegenzug wird die Branche, mindestens 500 Millionen Euro in die Umsetzung der Ergebnisse in Deutschland zu investieren. Die Fördermaßnahme richtet sich an die gesamte deutsche Photovoltaik- und Ausrüsterindustrie.

Abb.: Die deutsche Solarwirtschaft erreichte im Jahr 2008 im Durchschnitt aller Wertschöpfungsstufen einen Weltmarktanteil von rund 20 Prozent. Der hiesige Solar-Maschinenbau hat sogar Weltmarktanteile bis über 50 Prozent. (Bild: HÜTTINGER Elektronik GmbH & Co. KG)

Das Ziel der Innovationsallianz Photovoltaik ist es, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Photovoltaik-Industrie mittel- und langfristig zu sichern und auszubauen. Die Bundesregierung setzt dabei auf eine enge Kooperation von Ausrüstungs- und Systemtechnologieunternehmen mit den Anwendern in der Photovoltaik-Industrie. Projektvorschläge können bis zum 30. September 2010 eingereicht werden.

Die Ergebnisse der industriegeführten Forschungsprojekte sollen möglichst rasch zu neuen Verfahren und innovativen Produkten mit verbesserten Eigenschaften, zu einer Senkung der Herstellungskosten sowie zu Investitionen am Standort Deutschland führen. Konkrete Erwartungen sind, dass durch den Einsatz von Schlüsseltechnologien, wie der Laser-, Plasma-, Beschichtungs- und Handhabungstechnik, sowohl bei den Herstellungskosten als auch beim Wirkungsgrad gegenüber konventionellen Prognosen Verbesserungen um zehn bis 20 Prozent innerhalb der nächsten fünf Jahre möglich werden. Ziel ist es, die Herstellungskosten pro Watt-Peak auf Modulebene um mindestens 30 Prozent zu senken.

International konnte sich Photovoltaik „made in Germany“ bislang gut behaupten. Laut dem Bundesverband für Solarwirtschaft lag der Marktanteil deutscher Unternehmen im Jahr 2008 im Durchschnitt aller Wertschöpfungsstufen bei rund 20 Prozent. Der deutsche Solar-Maschinenbau hat Marktanteile bis über 50 Prozent. Doch die starke Konkurrenz aus den USA und Asien zieht an. Bei der Solarzellenproduktion ist China Weltmarktführer, und Wettbewerber wie Taiwan und Malaysia, stehen bereits in den Startlöchern.

Nach einer dynamischen Aufbauphase stehen die heimischen Photovoltaik-Unternehmen daher nun vor einem wichtigen Anpassungsprozess. Die starke deutsche Weltmarktposition im Bereich der Solartechnologie lässt sich nur durch verstärkte Investitionen im Forschungs- und lnnovationsbereich und durch eine enge Kooperation von Photovoltaik-Herstellern und Ausrüstern behaupten. Die Innovationsallianz Photovoltaik der Bundesregierung zielt genau auf diese Punkte, für mehr Innovationen und Wachstum in Deutschland.

VDI Technologiezentrum GmbH


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