Wolf-Preis für Physik verliehen

  • 31. May 2011

Forschungspreis würdigt die aberrationskorrigierte Elektronenmikroskopie.

Am 29. Mai wurde der israelische Wolf-Forschungspreis in der Knesset verliehen. Die diesjährigen Preisträger in der Kategorie Physik sind Maximilian Haider, Honorarprofessor am KIT, Harald Rose, Professor an der Technischen Universität Darmstadt/Universität Ulm und Knut Urban, Professor am Forschungszentrum Jülich. Die Auszeichnung würdigt deren Entwicklung der aberrationskorrigierten Elektronenmikroskopie, welche die Untersuchung einzelner Atome mit Pikometer-Genauigkeit ermöglicht und die Materialwissenschaften revolutionierte. Der Preis ist mit rund 100.000 Dollar dotiert.

Die drei Wissenschaftler begannen 1990 ein gemeinsames Projekt, das zum Ziel hatte, die seit etwa 60 Jahren bekannten Bildfehler elektronenoptischer Linsen zu korrigieren. Dazu schlug Rose ein theoretisches Konzept vor, Haider realisierte dies in einem Gerät. Bereits 1997 konnte mit diesem Labormuster eine entscheidende Auflösungsverbesserung nachgewiesen werden. Die Korrektur der Bildfehler wird dabei durch „unrunde“ Elektronenoptiken, die aus magnetischen Multipolen bestehen, ermöglicht. Diese beeinflussen die Elektronenstrahlen so, dass die Bildfehler einer Objektivlinse kompensiert werden.

Aus der Arbeit der Wissenschaftler ging 2001 der erste anwendungsorientierte kommerzielle Prototyp einer neuen Generation von Elektronenmikroskopen hervor, welche die Beobachtung einzelner Atome in einer Auflösung von etwa 50 Pikometern ermöglichen. Weltweit sind heute etwa 200 Mikroskope in Universitäten und Forschungslaboren auf der Basis der neuen Elektronenoptik im Einsatz.

KIT / MH

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  • 30. November 2017

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