Shaw-Preis 2011

  • 08. June 2011

Hochdotierte Preise für Untersuchungen von Gamma Ray Bursts und Arbeiten zur Riemannschen Geometrie.

Am 07. Juni wurden in Hong Kong die diesjährigen Shaw-Preise verliehen. Die drei Auszeichnungen für Astronomie, Mathematik und Lebenswissenschaften und Medizin, vom chinesischen Filmemacher Run Run Shaw gestiftet, werden seit 2004 vergeben und beinhalten ein Preisgeld von je einer Million Dollar.

In der Astronomie wurden dieses Jahr Gerald J. Fishman und Enrico Costa für ihre Leistungen bei der Erforschung von Gammastrahlenausbrüchen (engl.: gamma ray bursts, GRBs) geehrt. Fisherman leitete BATSE (Burst and Transient Source Experiment), womit von 1991 bis 2000 tausende GRBs detektiert wurden, aus deren Verteilung auf kosmologische Quellen – fernab der Milchstraße – geschlossen werden konnte. Der Satellit BeppoSAX wiederum, dessen Entwicklung von Costa geleitet wurde, half von 1996 bis 2002 durch seine Röntgenkamera, das Nachglühen der GRBs genau zu orten. Somit war es möglich, auf Aufnahmen anderer Teleskope die Ausbrüche entfernten Galaxien und Supernovae zuzuordnen.

Der Preis für Verdienste in der Mathematik ging zu gleichen Teilen an Demetrios Christodoulou und Richard S. Hamilton für ihre Arbeiten zur Riemannschen Geometrie, welche starken Einfluss auf das Studium der allgemeinen Relativitätstheorie hatten. In Christodoulous Arbeiten finden sich Beweise, dass schwarze Löcher einzig aus der Wechselwirkung von Gravitationswellen entstehen können und das Studium von Singularitäten in den Lösungen der Einsteinschen Feldgleichungen. Hamilton hingegen schuf durch die Einführung des Ricci-Flusses und dessen Studium ein sehr leistungsfähiges Werkzeug in der Riemannschen Geometrie. Darauf aufbauend gelang Grigori J. Perelman 2002 der Beweis der Poincaré-Vermutung.

Konrad Kieling

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  • 30. November 2017

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