Erstes Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten

  • 15. September 2003



Mit dem jetzt publizierten "Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten" betritt das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung (CEWS) Neuland. Das Kriterium Gleichstellung blieb in den bekannten deutschen Hochschulrankings bisher weitgehend unberücksichtigt. Diese Lücke ist nun geschlossen. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, in Zukunft Erfolge der Hochschulen auf dem Weg zu mehr Chancengleichheit ebenfalls in Rankings zu bewerten. Weil Chancengleichheit inzwischen als Qualitätskriterium anerkannt ist, wendet sich das Ranking an alle, die in Hochschulen und Politik an der Qualität der Hochschulen interessiert sind.

Das Ranking beruht auf rein quantitativen Daten (Stand 2001) und bewertet die einzelne Hochschule jeweils als Ganzes. Für den Vergleich werden Indikatoren zu den Bereichen Studierende, Promotionen, Habilitationen, wissenschaftliches und künstlerisches Personal und Professuren sowie zu Veränderungen im Zeitverlauf bei den Indikatoren wissenschaftliches und künstlerisches Personal und Professuren entwickelt. Mögliche Verzerrungen aufgrund einer geschlechterspezifischen Studienfachwahl wurden berücksichtigt, damit Hochschulen mit vorwiegend naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen nicht benachteiligt werden.

In der Gruppe der Universitäten befinden sich die ehemalige Universität-Gesamthochschule Essen sowie die Humboldt-Universität zu Berlin und die Universität Göttingen in der Spitzengruppe. Bei den Fachhochschulen und Verwaltungsfachhochschulen liegen die Fachhochschule Hannover sowie die Fachhochschule Braunschweig-Wolfenbüttel, die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Hamburg, die Fachhochschule Ludwigshafen, die Hochschule Magdeburg-Stendal, die Katholische Fachhochschule Mainz, die Fachhochschule Osnabrück und die Westsächsische Hochschule Zwickau auf den vorderen Plätzen.

Bei den Künstlerischen Hochschulen gehören nach den Berechnungen des CEWS die Hochschule für Schauspielkunst Berlin, die Hochschule für Bildende Künste Frankfurt, die Hochschule für Bildende Künste Hamburg sowie die Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg zur Spitzengruppe.

Das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS plant, das Ranking regelmäßig fortzuschreiben und später auch qualitative Faktoren einzubeziehen.

Quelle: idw

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