Schutz gegen Arbeitslosigkeit

  • 19. April 2004

Der Hochschulabschluss ist laut einer Studie auch in schwierigen Zeiten ein guter Schutz gegen Arbeitslosigkeit.

Berlin (dpa) - Ein Hochschulabschluss ist einer Untersuchung des Hochschul-Informations-Systems zufolge auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein wirksames Mitteln gegen Arbeitslosigkeit. «Der Arbeitsmarkt für Akademiker reagiert insgesamt sehr elastisch auf konjunkturelle Schwankungen», heißt es in dem der «Welt» (Montag) vorliegenden Bericht. Danach fänden etwa 80 Prozent der Fachhochschüler und knapp 90 Prozent der Universitätsabsolventen direkt nach dem Examen eine Stelle. Die Arbeitslosigkeit liege nach einem Jahr bei jeweils unter fünf Prozent.

Forschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) sagte dem Blatt, das Studium sei heute «die beste Versicherung gegen die Arbeitslosigkeit und bereitet in vieler Hinsicht gut auf das Berufsleben vor». Kritik, die Hochschulen seien zu praxisfern, wies sie zurück: «Natürlich können die Hochschulen keine Berufsakademien sein.» Die Unternehmen ermahnte sie: «In Zeiten eines engen Arbeitsmarktes dürfen sich die Arbeitgeber nicht dazu verleiten lassen, unerfüllbare Anforderungen zu stellen.»

Mit dem Prüfungsjahrgang 2001 wurde dem Blatt zufolge zum vierten Mal nach 1990, 1994 und 1998 eine repräsentative Stichprobe von Hochschulabsolventen mit einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss vorgenommen. Den Absolventen des Jahrganges 2001 gelang der Studie zufolge «der Übergang in eine reguläre Erwerbstätigkeit besser als denen der vorangegangenen Jahrgänge».

Die höchsten Jahreseinstiegsgehälter erzielten laut Untersuchung mit 42 800 Euro diplomierte Informatiker sowie Wirtschaftsingenieure mit 41 200 Euro (jeweils brutto). Die Spannweite zwischen den höchsten und niedrigsten Jahreseinkommen liege bei 17 500 Euro.

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