Ranking nach Studienanfängerinnen

  • 21. April 2004

Ranking nach Studienanfängerinnen

Je attraktiver und qualitätsbewusster die Studiengänge in Naturwissenschaft und Technik für junge Frauen gestaltet werden, desto mehr Frauen entscheiden sich für ein solches Studium.

Bielefeld/Hannover - Das Kompetenzzentrum "Frauen in Informationsgesellschaft und Technologie" stellte auf der Hannover Messe Industrie ein neues, innovatives Ranking nach Studienanfängerinnen in Ingenieur- und Naturwissenschaften vor.

Studieninteressentinnen finden jetzt auf den Internetseiten des neuen Hochschul-Rankings Orientierung in einem immer komplexer werdenden Studienwahlprozess. Mit einem einfachen Klick auf den Namen finden sie Hochschulen, die sich dafür engagieren, mehr Studentinnen für Technik und Naturwissenschaften zu erhalten und erfahren, welche Projekte für Schülerinnen, Studentinnen oder Absolventinnen angeboten werden. Speziell für die Physik gibt es einen eigenen Kanal. Nicht zuletzt haben sie auch die Möglichkeit zu prüfen, wie viele Mitkommilitoninnen sie erwarten können, ein Faktor, der für viele Schülerinnen in technischen und einigen naturwissenschaftlichen Disziplinen eine erhebliche Rolle bei der Wahl des Studienfaches und des Studienortes spielt. Einen Mehrwert bietet das Ranking auch für diejenigen, die den Berufsorientierungsprozess begleiten: Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Berufs- und Studienberatungen finden einfach und unkompliziert Informationen über Studienorientierungsangebote vor Ort.

Die Hochschulen und ihre Kooperationspartner aus Wirtschaft und Forschung erhalten eine Rückmeldung über ihre Erfolge bei der Gewinnung weiblichen Nachwuchses in den ingenieur- und naturwissenschaftlichen Diplomstudiengängen. So wird für Wissenschaft und Wirtschaft ein kreativer Wettbewerb um neue Zielgruppen angeregt.

Jürgen Gallmann, Vorsitzender der Geschäftsführung Microsoft Deutschland GmbH sagte anlässlich der Präsentation auf der Hannover Messe: "Deutschland braucht diesen kreativen Wettbewerb, um alle Kompetenzpotenziale zu erschließen. Heute schon geben 43 % der im Rahmen einer VDI-Studie befragten Unternehmen Schwierigkeiten an, offene Positionen mit Ingenieuren zu besetzen. Wir müssen daher alle unsere Potenziale in der Gesellschaft nutzen."

Das Ranking zeigt: Je attraktiver und qualitätsbewusster die Studiengänge in Naturwissenschaft und Technik für junge Frauen gestaltet werden, desto mehr Frauen entscheiden sich für ein solches Studium. Längerfristiges Ziel des Rankings ist die erhebliche Steigerung des Anteils von Frauen in technischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen, die Stärkung ihres Verbleibs im Studium und die Erhöhung der Studienqualität. Ingenieur- und naturwissenschaftliche Fachbereiche werden zur Entwicklung innovativer Studienprogramme, kreativer Projekte und frühzeitiger Integration praktischer Anteile motiviert. Von einem solchen Wettbewerb in der Qualität der Lehre profitieren alle Hochschulangehörigen.

Deutlich wird: Die kreative Verbindung von Bundes- und Landesinitiativen, ein hohes Qualitätsbewusstsein und eine große Portion an Eigeninitiative der Fachbereiche zeigten bereits Wirkung: Ein kontinuierliches Engagement der Universität Hannover beispielsweise führt zu einer Platzierung fast aller natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächern unter den Top 10. Hannover setzt auf einen breiten Ansatz in der Zielgruppenerschließung, angefangen bei Herbstuniversitäten für Schülerinnen, über Praxisprojekte und die Stärkung von Schlüsselqualifikationen und Mentoring Programme bis hin zur aktiven Habilitationsförderung. Somit bietet die Universität den Hochschulfrauen vom Start an vielfältige Möglichkeiten und Chancen, ihre Qualifikationen und beruflichen Kompetenzen zum Einsatz zu bringen und dafür auch eine entsprechende Anerkennung zu erhalten.

Einen ähnlich breiten Ansatz verfolgt auch die Technische Fachhochschule Berlin, die mit dem Projektverbund Chancengleichheit für Frauen Einzelmaßnahmen und Projekte zielgerichtet zusammenbringt. Die TFH Berlin ist ebenso wie die Universität Hannover Träger des Total E-Quality Prädikats.

Quelle: idw

Weitere Infos:

Das Kompetenzzentrum wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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