Studieren auf Pump?

  • 30. September 2004


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Arbeitgeberpräsident Hundt will, das Studierende ihr Studium künftig selbst finanzieren - mit Gebühren und Krediten.

Berlin (dpa) - Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat ein neues Modell zur Finanzierung des Studiums vorgelegt. Dabei werden Studiengebühren als Eigenleistung der Studenten mit einem staatlichen Zuschuss und einem Darlehen zur Bestreitung der Lebenshaltungskosten kombiniert. Der auf maximal 35 000 Euro begrenzte Kredit soll auch die bisherige staatliche Ausbildungsförderung (Bafög) für bedürftige Studenten ablösen.

Voraussetzung sei, dass die zusätzlichen Einnahmen aus Gebühren bei den Hochschulen verblieben und für eine bessere Lehre eingesetzt werden können, sagte Hundt am Mittwoch. Die Gebühren werden in der Einführungsphase des Modells zunächst auf 500 Euro pro Semester begrenzt. Später sollen Aufschläge je nach Studienfach und angestrebtem Abschluss (Bachelor oder Master) hinzukommen.

Niemand werde dabei aus finanziellen Gründen von der Aufnahme eines Studiums abgehalten, sagte Hundt. Der Kredit werde erst nach Studienabschluss und Erreichen eines Mindesteinkommens zurückgezahlt. Bei der Präsentation des Modells sprachen sich auch Baden- Württembergs Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU) wie Hochschulrektoren-Präsident Peter Gaehtgens für Studiengebühren aus. Frankenberg sagte, es gebe noch kein «einheitliches Modell für Studiengebühren aller CDU-geführten Länder». Zurzeit sehe er einen Wettbewerb verschiedener Lösungen.

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