Mehr Studenten

  • 17. May 2006


Brüssel (dpa) - Mathematik, Technik und Naturwissenschaften werden bei jungen Europäern immer beliebter. Die Zahl der Studierenden in diesen Fächern steige, teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Wenn sich die aktuelle Entwicklung fortsetze, werden im Jahr 2010 etwa eine Million Studenten einen entsprechenden Abschluss machen. Derzeit seien es EU-weit nur 755 000 Absolventen.

Von anderen Zielen der allgemeinen und beruflichen Bildung sind die 25 EU-Staaten aber noch weit entfernt. So brachen im vergangenen Jahr sechs Millionen junge Europäer den Schulbesuch ohne Abschluss ab. Um den Anteil der Schulabbrecher wie geplant auf zehn Prozent zu drücken, müssten den Angaben zufolge zwei Millionen dieser jungen Menschen ihre Schulbildung fortsetzen.

Außerdem könne jeder fünfte 15-jährige Schüler nur schlecht lesen, erklärte die Kommission. Um die EU-Ziele für das Jahr 2010 zu erreichen, müssten 200 000 Schüler ihre Lesefähigkeit verbessern. Auch das Abitur oder einen vergleichbaren Abschluss machen nicht 85 Prozent der jungen Menschen, sondern EU-weit zwei Millionen Schüler weniger als von den Mitgliedstaaten angestrebt. Die meisten Schüler lernen auch nicht vom frühen Kindesalter an zwei Fremdsprachen, wie es die Staats- und Regierungschef im Jahr 2002 in Barcelona beschlossen hatten.

Die Brüsseler Behörde mahnte in ihrem Bericht zusätzliche Anstrengungen für die Bildung und Ausbildung in Europa an. Unter anderem müssten in den kommenden zehn Jahren mindestens eine Million neue Lehrer eingestellt werden, um die bis dahin pensionierten Lehrkräfte zu ersetzen. Das letzte Wort in Bildungsfragen haben in der EU jeodch die Mitgliedstaaten.

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