Deutsche Studenten gehen zunehmend ins Ausland

  • 12. September 2007

Wiesbaden (dpa) - Deutsche Studenten zieht es zunehmend an Hochschulen ins Ausland. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte, waren 2005 rund 75 800 deutsche Studierende an ausländischen Universitäten eingeschrieben. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 14 Prozent. Am beliebtesten war bei jungen Deutschen ein Studium in den Niederlanden. Im Gegenzug wurden an Deutschlands Hochschulen im Wintersemester 2005/06 fast 190 000 ausländische Studenten gezählt.

Bei den jungen Deutschen sind nach Angaben der Statistiker vor allem die westeuropäischen Nachbarländer beliebt: 15,7 Prozent der deutschen Studierenden im Ausland waren 2005 an niederländischen Hochschulen eingeschrieben. Es folgten Großbritannien mit 15,3 Prozent und Österreich mit 13,4 Prozent. An vierter Stelle lagen die USA mit 11,6 Prozent. Danach folgen die Schweiz (10,3 Prozent) und Frankreich (9,1 Prozent). Diese sechs Länder zusammen nahmen damit gut drei Viertel der im Ausland studierenden Deutschen auf.

In den vergangenen zehn Jahren sei die Bereitschaft zu Studienaufhalten im Ausland kontinuierlich gestiegen, teilte das Bundesamt mit. Während 1995 auf 1000 deutsche Studenten an inländischen Hochschulen erst 24 an Hochschulen im Ausland kamen, waren es 2005 bereits 44.

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