Soziologe kritisiert Exzellenzinitiative

  • 22. October 2007

Darmstadt (dpa) - Der Darmstädter Elitenforscher Michael Hartmann hält es für falsch, einige wenige deutsche Universitäten im Rahmen der Exzellenzinitiative gesondert zu fördern. Das gehe langfristig auf Kosten der anderen Hochschulen und führe dazu, dass Deutschlands eigentliche Stärke, eine hohe Forschungsqualität in der Breite, verloren ginge, sagte Hartmann der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Wir dürfen uns nicht auf ein paar exzellente Hochschulen fixieren», sagte der Soziologe. Mit amerikanischen Spitzen-Universitäten könnten es solche Exzellenz-Unis ohnehin nie aufnehmen. «Das ist völlig außer Reichweite», sagte der Professor, der an der Technischen Universität Darmstadt lehrt.

Die US-amerikanische Eliteuniversität in Princeton zum Beispiel könne mit einem jährlichen Etat von einer Milliarde US-Dollar etwa doppelt so viel Geld ausgeben wie die deutsche Exzellenz-Hochschule Ludwigs-Maximilian-Universität (LMU) in München. Dabei habe sie nur etwa 7000 Studierende. An der LMU hingegen studieren 47 000 Menschen. «Statt einige wenige Top-Wissenschaftler auszubilden, sollten wir dabei bleiben, an unseren Unis viele Hochqualifizierte zu produzieren», sagte Hoffmann. Das heiße nicht, dass Deutschland im Mittelmaß zu versinken drohe. «Unser traditionelles System kann auch weiterhin Nobelpreisträger hervorbringen», sagte Hartmann

Gespräch: Christian Meier, dpa

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