Hochschulen auf einen Blick

  • 27. August 2009


Sei es die Bologna-Reform, Studiengebühren oder die Attraktivität von Hochschulen: Hochschulen stehen immer wieder im Zentrum des öffentlichen Interesses. Wie hoch ist die Studienanfängerquote? Wie viele Menschen beenden erfolgreich ihr Studium? Was ergibt sich im Ländervergleich? Wie viel kostet ein Universitätsdiplom die Hochschule? Diese und weitere Fragen beantwortet die neue Broschüre "Hochschulen auf einen Blick" des

Statistischen Bundesamts. Ob Forschungsmittelakquise oder Studienberechtigungsquote - die Kennzahlen liefern wichtige Informationen nicht nur für die Hochschulplanung. Sie dienen u.a. auch als Indikator für die Qualität der Forschung in einem Fachgebiet oder an einer Hochschule.

Statistisches Bundesamt

Einige zentrale Aussagen bzw. Kennzahlen:

  • Ländervergleich: Die Hochschulsysteme der Länder sind an der Ausbildung des hoch qualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchses an Universitäten unterschiedlich stark beteiligt. In Mathematik/Naturwissenschaften wies 2007 Baden-Württemberg mit einer Quote von 1,7 Promotionen je Professor bzw. Professorin die höchste Quote aus, gefolgt von Bayern und dem Saarland.
  • Forschungsmittelakquise: Universitäten erhalten mehr Mittel je Studierenden als Fachhochschulen von der Mathematik und den Naturwissenschaften mit 128 990 Euro. Die Professorinnen und Professoren der Ingenieurwissenschaften erzielten durchschnittliche Drittmitteleinnahmen von 100 960 Euro (Jahr 2006).
  • Frauenanteil in den höchsten Positionen der Lehre und Forschung:
    Immer noch findet man relativ wenige Frauen in den höchsten Positionen der Lehre und Forschung. Obwohl der Frauenanteil in der Professorenschaft 2007 um sechs Prozentpunkte über dem Niveau von 2000 lag, waren insgesamt 2007 nur 16 % der Professoren und Professorinnen weiblich. In der höchsten Besoldungsgruppe (C4/W3) betrug der Frauenanteil sogar nur 12 %.
  • Studienberechtigtenquote wächst:
    Zwischen 2000 und 2007 ist die Studienberechtigtenquote um sieben Prozentpunkte gestiegen. 2007 lag sie mit 434 200 Studienberechtigten bei 44 %. Das bedeutet, dass 2007 fast jede und jeder Zweite der Abiturientinnen und Abiturienten gemessen an den Gleichaltrigen (Durchschnitt der 18- bis 20-jährigen) in der Bevölkerung die Voraussetzungen erfüllte, ein Hochschulstudium in Deutschland aufzunehmen.
  • Drei Jahre nach dem Erwerb der Hochschulreife studieren zwei Drittel der Studienberechtigten.
  • 2007 erreichte die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger einen Wert von 361 400. Die Studienanfängerquote ist damit nahezu unverändert seit 2004 (zwischen 36 und 37% ist der der Anteil der Studienanfänger und -anfängerinnen an der altersspezifischen Bevölkerung).
  • Das Durchschnittsalter der Studierenden an deutschen Hochschulen im ersten Hochschulsemester lag 2007 bei 21,9 Jahren, im Jahr 2000 bei 22,1 Jahren.
  • Das Studienabschlussalter hat sich seit Jahren kaum verändert. Seit Jahren lag das Durchschnittsalter der Erstabsolventinnen und -absolventen bei rund 28 Jahren. So betrug 2007 das Durchschnittsalter der 239 900 Absolventen 27,6 Jahre.
  • Seit zehn Jahren steigt die Erstabsolventenquote (Anteil der Absolventen eines Erststudiums an der altersspezifischen Bevölkerung) kontinuierlich: 2007 beendeten 239 900 Studierende ihr Studium mit Erfolg. Demgemäß stieg die Erstabsolventenquote von 1997 bis 2007 um acht Prozentpunkte auf 24 %. 1997 lag die Zahl der Erstabsolventinnen und -absolventen an deutschen Hochschulen bei 201 100 mit einer Erstabsolventenquote von 16 %. Um den steigenden Bedarf an hoch qualifizierten Arbeitskräften in den kommenden Jahrzehnten abdecken zu können, muss die Absolventenquote aus Sicht des Wissenschaftsrates weiter gesteigert werden. Dieses Ziel soll nach Auffassung der Bildungsexperten und -expertinnen durch eine Erweiterung der Studienkapazitäten an den Hochschulen realisiert werden.
  • Um 2006 einem erfolgreichen Universitätsstudierenden ein Diplom in Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften zu ermöglichen, mussten vom Träger der Hochschulen durchschnittlich 25 400 Euro für laufende Ausgaben zur Verfügung gestellt werden. Dagegen mussten die Universitäten für einen Abschluss in Humanmedizin rund das 7-fache aufwenden (188 000 Euro). Ein Universitätsdiplom in den Ingenieurwissenschaften kostete die Hochschule durchschnittlich 60 000 Euro, in Mathematik und Naturwissenschaften 55 100 Euro.

Statistisches Bundesamt/KP

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KP

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