World Solar Challenge - ohne Treibstoff quer durch Australien

  • 20. October 2003



Am 19. Oktober drängelten sich im australischen Darwin 30 Autos am Start der 7. Ausgabe des World Solar Challenge. Bei diesem Rennen über 3010 km von Darwin nach Adelaide ist auch das niederländische Nuon Solar Team wieder mit dabei, das nach seinem Sieg mit Nuna I im Jahr 2001 seinen Titel verteidigen will.

Das 12-köpfige Team von der Technischen Universität Delft und der Erasmus-Universität Rotterdam will mit Nuna II außerdem den Geschwindigkeitsweltrekord von 2001 brechen und die Durchschnittsgeschwindigkeit von 91,81 auf 100 km/h verbessern. Dank fortschrittlicher Weltraumtechnologie, die das Team über das Technologietransferprogramm der ESA erlangt hat, kann das neue Auto eine theoretische Höchstgeschwindigkeit von über 170 km/h erreichen.

Nuna II am ersten Renntag. (Quelle: World Solar Challenge)

Die aerodynamisch verbesserte Außenhülle aus verstärktem Kunststoff verspricht hohe Stabilität bei geringem Gewicht. Der Wagenkasten besteht aus verstärkten Kohlenstofffasern und Aramid, das hauptsächlich in der Satellitentechnik, jedoch zunehmend auch für Anwendungen auf der Erde, z. B. für kugelsichere Westen, genutzt wird.

Die Außenhülle ist mit ursprünglich für Satelliten entwickelten Triple-junction-Galliumarsenidzellen beschichtet; genau diese Solarzellen werden gegenwärtig auf der Mondsonde SMART-1 getestet, die am 28. September gestartet wurde. An Bord von Nuna II befinden sich außerdem Nachführeinrichtungen für den Punkt maximaler Leistung, kleine Geräte, die auch bei weniger günstigen Bedingungen, etwa im Schatten oder bei Bewölkung, ein optimales Gleichgewicht zwischen der von der Batterie und der von den Solarzellen gelieferten Energie gewährleisten.

„Ob sie gewinnen werden? Nun, ich bin sicher, sie haben gute Chancen“, meint Wubbo Ockels, Professor an der Universität Delft, der seinerzeit als erster Niederländer im Weltraum war. „Auf jeden Fall haben sie hart und mit großer Hingabe an dem Auto gearbeitet.“

Quelle: ESA

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