Monitore mit 3D-Effekt

  • 06. April 2006




Bereits im vergangenen Jahr stellte der niederländische Technologiekonzern Philips erste Displays für kleine Spielekonsolen vor, die auf einem Flüssigkristall-Flachbildschirm (LCD) aufbauen und dreidimensionale Bilder zeigen, ohne dass spezielle Brillen nötig wären. Auf der diesjährigen CeBIT präsentierte Philips nun einen großen 3D-Monitor mit einer Bildschirmdiagonalen von 42 Zoll.

Abb.: Einen räumlichen Eindruck ohne spezielle Brillen verspricht ein neuer Monitor von Philips. (Fotomontage: Philips)

Der Monitor erreicht mit 1920 auf 1080 Bildpunkten volle HDTV-Auflösung (High Definition Television) und ist in Schärfe und Helligkeit vergleichbar mit handelsüblichen LCD-Geräten. Obwohl sich die Entwickler mit technischen Details sehr zurückhalten, lässt sich über einen bereits letzten Sommer in Eindhoven vorgestellten Prototypen auf die grundlegende Technik schließen. So befindet sich vor den Pixeln des LCD-Displays ein Areal aus kleinen Linsen. Diese spalten die Lichtstrahlen der angezeigten Bildpunkte so auf, dass in das linke Auge des Betrachters ein im Vergleich zum rechten Auge geringfügig verschobenes Bild fällt. Optimiert auf einen Abstand des Betrachters von wenigen Metern zum Bildschirm ergänzen sich diese beiden Stereobilder, und das dargestellte Objekt wird dreidimensional wahrgenommen. Allerdings funktioniert dies nur, falls auch eine Kamera mit einem entsprechenden Linsensystem verwendet wird. Die Philips-Entwickler hoffen, dass sich Filmproduzenten mit der Verfügbarkeit der Monitore rasch dieser Aufnahmetechnik bedienen werden.

Erste Anwendungen sieht Philips in Anzeigetafeln für Werbung. Parallel zu Philips entwickelt auch der japanische Konzern Sharp 3D-Monitore. Ein erstes Produkt nutzt ebenfalls ein spezielles Linsensystem. Doch die Auflösung des mit 15 Zoll deutlich kleineren Monitors liegt lediglich bei 1024 × 768 Bildpunkten.

Jan Oliver Löfken

Quelle: Physik Journal, April 2006, S. 18

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